Employer Branding

Bei Helvetia lernen Bewerber ihr potentielles Team per Livestream kennen

Der Raum ist nicht perfekt ausgeleuchtet, der Ton nicht glasklar, die Darsteller nicht geschminkt: Dieses Setup klingt nicht nach einem Bild, welches sich ein Bewerber in einem Video von einer attraktiven Arbeitgeberin wünscht. Doch genau so kommen Recruiting-Videos bei der Helvetia Versicherung daher.

Der Raum ist nicht perfekt ausgeleuchtet, der Ton nicht glasklar, die Darsteller nicht geschminkt: Dieses Setup klingt nicht nach einem Bild, welches sich ein Bewerber in einem Video von einer attraktiven Arbeitgeberin wünscht. Doch genau so kommen Recruiting-Videos bei der Helvetia Versicherung daher.

Helvetia möchte neue Wege gehen, um Bewerbern bereits vor dem ersten Kennenlernen einen Eindruck vom potenziellen Vorgesetzen und den neuen Teamkollegen zu geben.

Stellenanzeigen geben dem Bewerber kein klares Bild ab, ob er persönlich in das neue Team passt. Dass die Chemie zwischen dem Bewerber und dem neuen Team stimmt, ist aber sehr wichtig für das Wohlgefühl des neuen Mitarbeiters.

Daher setzt Helvetia dieses erste Kennenlernen an den Beginn des Bewerbungsprozesses und nicht – wie üblich – ans Ende.

Hollywood-Atmosphäre nicht nötig

Bisher hat Helvetia drei Livestreams zu ausgewählten Stellenangeboten durchgeführt. Potenzielle Bewerber finden direkt im Stelleninserat das Datum, die Uhrzeit und den Link zum Facebook-Livestream. Zusätzlich erfolgt über Social Media ein Targeting weiterer möglicher Bewerber.

Der Livestream dauert zwischen 20 und 30 Minuten und wird durch das Employer Branding Team moderiert, das Fragen zu den Aufgaben der zu besetzenden Position, der Team- und Führungskultur sowie zu persönlichen Themen an die Führungskraft und deren Team stellt. Der Livestream wird im Büro des zukünftigen Teams produziert – ohne Drehbuch.

Der Zuschauer kann per Chat Fragen an Helvetia schicken, die direkt im Livestream beantwortet werden. Die Versicherung möchte mit diesem Format einen authentischen Eindruck vom Arbeitsplatz und dem zukünftigen Team vermitteln, daher beschränkt sie sich technisch auf die Grundlagen und baut kein Filmset auf.

Realistische Erwartungen an das Format

«Was bringt uns das?» Diese Frage hat das Employer Branding Team auch in internen Gesprächen zu diesem Format das eine oder andere Mal beantworten müssen. Wichtig ist ein ehrliches Erwartungsmanagement an solche neuen Formate. Helvetia hat mit dem ersten Stream zwei vielversprechende Bewerbungen generiert, die sich explizit auf den Livestream bezogen haben und jetzt im letzten Auswahlschritt sind. Eine Garantie auf Erfolg gibt es aber nicht.

Helvetia will die Chancen nutzen, die ihr die neuen Technologien im Recruiting bieten. Die Zielgruppe wird Helvetia zeigen, welche Formate funktionieren und welche nicht. Wichtig ist, mutig genug zu sein, Neues auszuprobieren und Ideen auch wieder zu verwerfen.

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Martin Maas ist Senior Manager Employer Branding bei Helvetia.

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