Recruiting Guide 2017

Insights zum Schweizer Arbeitsmarkt und zur Jobsuche

Jedes Jahr führt Jobcloud Studien, Umfragen und Analysen zum Schweizer Arbeitsmarkt durch. Daraus resultieren Insights, die nicht nur für Jobcloud spannend sind, sondern auch anderen Teilnehmern der Branche wertvolle Anregungen und Denkanstösse liefern.

Wussten Sie zum Beispiel, wann Jobsuchende in der Schweiz am häufigsten auf Online-Jobportalen surfen? Oder warum die meisten überhaupt auf Stellensuche sind und was sie von einem neuen Job erwarten? Die «Jobcloud Market Insights», eine in Zusammenarbeit mit der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) durchgeführte Studie, und die «Jobcloud-Arbeitsmarkt-Studie», die in Zusammenarbeit mit dem LINK Institut jeden Frühling durchgeführt wird, kennen die Antworten darauf – und ebenso auf viele weitere Fragen rund um das Thema Jobsuche und Arbeitsmarkt.

Fachkräftemangel-Branchen identifiziert

Im Jahr 2016 hat Jobcloud, als führendes digitales Unternehmen im Schweizer Stellenmarkt zusammen mit der ZHAW zum ersten Mal eine tiefgreifende Auswertung der eigenen Datensätze durchgeführt. Ziel war es, herauszufinden, was tatsächlich auf dem Schweizer Stellenmarkt passiert. Die Jobcloud Market Insights vergleichen dabei anonymisiert das Angebot auf den Jobportalen jobs.ch und jobup.ch und stellen es der tatsächlichen Nachfrage, also den Klicks von Jobsuchenden, gegenüber. In der Deutschschweiz sind am meisten Stellen in der Berufsgruppe Informatik/Telekommunikation ausgeschrieben. Allerdings werden diese verhältnismässig wenig angeklickt, wie die Datenanalyse zeigt. Das deutet auf einen deutlichen Fachkräftemangel in dieser Berufsgruppe hin. Auch in den Branchen Bau/Architektur/Engineering sowie Medizin/Pflege/Therapie sind die Zahlen eindeutig – es gibt unverkennbar mehr Inserate als Interesse. In der Romandie sind die vom Fachkräftemangel am stärksten betroffenen Berufsgruppen Maschinenbau/Anlagebau/Produktion sowie Bau/Architektur/Engineering. Zu den beliebtesten Stellen in beiden Regionen gehören Jobs in der Administration: Anteilsmässig gibt es die meisten Klicks im administrativen Bereich.

Jobsuche in der Arbeitszeit kein Tabu

Sich während der Arbeit nach einer neuen Herausforderung umzuschauen ist in der Schweiz offenbar der Normalfall: Besonders aktiv sind Stellensuchende während der Bürozeiten und zu Wochenbeginn. Von 9 bis 11 Uhr verzeichnen die Jobportale die meisten Besucher, effektiv auf die Inserate klicken diese am häufigsten gegen 14 Uhr. Die meisten Klicks auf Stelleninserate sind am Wochenanfang zu sehen, also am Montag und Dienstag. Nach Feierabend und am Wochenende hingegen nimmt die aktive Jobsuche ab. Dann erholen sich die Schweizer offenbar nicht nur von der Arbeit, sondern auch von der Suche nach einer neuen Beschäftigung.

Recruiter klicken öfter auf Männer-Profile

Rund 55 Prozent der Besuche auf Stellenportalen stammen von Frauen. Allerdings klicken sich Männer im Gegensatz zu den Frauen nicht nur durch die Inserate, sondern hinterlegen

öfters auch gleich ihr Profil (56 Prozent gegenüber 44 Prozent), wie die Zahlen in der Romandie zeigen. Ein ausführliches Profil zu hinterlegen, wäre allerdings wichtig für den Erfolg: Männerprofile werden von Recruitern durchschnittlich 31 Mal angeklickt, während sich Frauen mit nur 16 Klicks begnügen müssen.

Stellensuchende wollen aufsteigen

Jobsuchende möchten bei einem Stellenwechsel vor allem eines: in Führungspositionen aufsteigen – Inserate mit Führungsaufgaben werden im Verhältnis nämlich besonders häufig angeklickt. An solchen Positionen interessiert sind zudem meist Personen aus dem Inland:

22 Prozent der Klicks, die monatlich aus der Schweiz kommen, landen auf Führungsstellen. Stellensuchende aus dem Ausland interessieren sich hingegen häufiger für fachspezifische Positionen. So kommen beispielsweise nur 12 Prozent aller Klicks, die aus Deutschland auf den Stellenportalen landen, Führungsstellen zugute.

Generation45+ setzt auf Work-Life-Balance

Neben den «harten», an Klicks gemessenen Auswertungen orientiert sich die Arbeitsmarktstudie von Jobcloud und vom LINK Institut auch an «weichen» Faktoren, die über eine Umfrage mit 1429 Interviews in Erfahrung gebracht werden. Hier zeigt sich, worauf es im Arbeitsalltag ankommt: Arbeitnehmer im Alter von 45 bis 60 legen überdurchschnittlich viel Wert auf eine in ihrer eigenen Wahrnehmung sinnvollen Arbeit. Auch die Work-Life-Balance betrachtet diese Generation als wichtiges Kriterium. Jüngere Arbeitnehmer (16 bis 25) hingegen legen mehr Wert auf beruflichen Erfolg.

Nach der ersten Durchführung der Datenanalyse und der Publikation der Jobcloud Market Insights im Jahr 2016 folgt im Oktober 2017 ein Update der Studie. Zum ersten Mal können nun auch erste Vergleiche zu den Vorjahreszahlen gezogen sowie Veränderungen festgestellt und ausgewertet werden. So wird ersichtlich, welche Trends zu erkennen sind und wie sich das Klickverhalten der Jobsuchenden verändert hat.

Weitere Erkenntnisse finden Sie hier:

jobcloud.ch/market-insights

jobcloud.ch/arbeitsmarktstudie-2017

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Renato Profico ist seit 2008 bei der JobCloud AG und seit 1. Januar 2015 deren CEO. Zu JobCloud gehören die beiden Jobportale jobs.ch und jobup.ch. www.jobcloud.ch

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