Schicksalsschläge und Unvorhergesehenes gehören heutzutage fast zur Routine im Management. Denn was ist bitte heutzutage noch stabil und sicher? Die Welt dreht sich immer schneller und jeder Manager muss da mit, sonst ist er im Null Komma Nichts, abgemeldet. Schlaue Füchse haben den Braten gerochen. Keiner will doch heute mehr «Best practice» …ist doch kalter Kaffee! Das Zauberwort im 2018 ist mehr und mehr «Failure Day» oder «Failure Night». An diesen Veranstaltungen gibt es keine Auszeichnungen für die Besten, dafür ehrliches Staunen gepaart mit Bewunderung für jeden und jede der erklärt wo er oder sie schon mal im Business schier verzweifelte oder gar kurz aufgab. Je berühmter dabei das Unternehmen oder der Protagonist ist, umso grösser der Effekt à là «Das hätt ich nicht gedacht».
Ja, die Bescheidenheit kann sich dann vollumfänglich ausbreiten und den Boden der Tatsachen wieder sichtbar machen. Sie lehrt einem dazu zu stehen, nicht alles zu können und nicht alles zu wissen. Es ist doch keine Schande, als Chef zu sagen: «das weiss ich nicht, ich erkundige mich». Gerade bei der Generation Y trifft man hier auf fruchtbares Terrain. Wer meint sich schämen zu müssen, ist noch nicht ganz angekommen; im Zeitalter der Chefs die den «swag» haben…
Bettina Baur, Metaberatung GmbH