Banken: Valiant will mit digitalisierten Filialen expandieren

Die Regionalbank Valiant baut ihr Netz von digitalisierten Filialen aus. Nach Brugg sollen in diesem Jahr eine videounterstützte Filiale in Morges VD und 2018 zwei weitere Filialen in Nyon VD und Vevey VD folgen.

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Anstatt von einer physisch vor Ort anwesenden Person, werden Valiant Kunden in der digitalen Filiale durch einen per Video zugeschalteten Valiant-Angestellten empfangen. (Bild: 123RF)

Luzern/Bern (sda). Die Valiant Bank hat mit ihrer im Dezember 2016 in Brugg eröffneten Filiale neue Wege beschritten. Anstatt von einer physisch vor Ort anwesenden Person, werden Valiant Kunden in dieser Filiale durch einen aus Gümligen BE per Video zugeschalteten Valiant-Angestellten empfangen. Ebenfalls digital zuschalten lassen sich spezialiserte Berater. Am Ort selbst beschäftigt Valiant aber auch Kundenberater. In Brugg sind das drei Angestellte.

In der Filiale können Kunden neue Konten eröffnen und Finanzgeschäfte abwickeln. Sie können jedoch keine Einzahlungen machen. Die Filiale hat im Gegensatz zu einer normalen Geschäftsstelle keine Kasse, was die Kosten deutlich senkt.

So koste der Bau einer solchen Filiale nur ein Drittel im Vergleich zu einer normalen Geschäftsstelle, sagte Valiant-Chef Markus Gygax an der Bilanzmedienkonferenz am Mittwoch in Luzern.

Konkret: Anstatt rund 2 Millionen Franken kostete die Filiale in Brugg nur 600'000 Franken. Weil die Filiale aber auch weniger Platz beansprucht und weniger Personal beschäftigt, sollen gemäss Valiant auch die Jahreskosten deutlich tiefer ausfallen.

Für die Regionalbank ist die Filiale in Brugg dabei nicht nur ein Experiment. «Das ist die Zukunft», sagte Gygax. Entsprechend will die Bank weitere solcher digitalisierten Geschäftsstellen eröffnen. So soll in diesem Jahr eine digitale Filiale in Morges eröffnet werden. 2018 sollen zwei weitere in Nyon und Vevey folgen.

Diese Weiterentwicklung des Filialkonzept erfolgt dabei vor dem Hintergrund der angestrebten Expansion der Bank. Die Valiant Bank, die bis jetzt schwergewichtig in den Kantonen Luzern, Aargau und Bern tätig ist, will in die West- und in die Ostschweiz expandieren. «Bis 2020 wollen wir mit unserer Bank vom Genfer- bis zum Bodensee vertreten sein», sagte Verwaltungsratspräsident Jürg Bucher. Für das laufende Jahr lautet das Ziel: profitables Wachstum um 2 Prozent.