Schweizer und Österreicher streiken wenig

So selten wie in der Schweiz wird nur gerade in Österreich gestreikt. Dies zeigt der internationale Vergleich eines deutschen Forschungsinstituts.

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Zwischen 2006 und 2015 fielen in den beiden Alpenländern im Jahresschnitt zwei Arbeitstage pro 1000 Beschäftigte durch Streiks aus. (Bild: 123RF)

Düsseldorf (sda). Zwischen 2006 und 2015 fielen demnach in den beiden Alpenländern im Jahresschnitt zwei Arbeitstage pro 1000 Beschäftigte durch Streiks aus. Ein tiefes Streikvolumen weisen nach den Angaben des gewerkschaftsnahen Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) auch Schweden (5 Tage), Polen (6) und die USA (7) auf.

In Deutschland wird mit 20 ausgefallenen Arbeitstagen ebenfalls relativ wenig gestreikt, auch wenn die häufigen Arbeitskämpfe von Piloten und Flugbegleitern etwas Anderes vermuten lassen. Spitzenreiter Frankreich jedenfalls kommt allein in der Privatwirtschaft auf rund sechs Mal mehr Ausfalltage (123).

Zu den streikfreudigeren Ländern gehören auch Dänemark (122), Kanada (79) und Belgien (71). Griechenland und Italien fehlen in der Streikbilanz des WSI-Instituts, weil in den beiden Ländern keine Streikstatistik mehr geführt wird.