Unternehmenssteuerreform: Unternehmen zeigen sich besorgt und mahnen zur Eile

Unternehmen mit Sitz in der Schweiz haben teilweise mit Sorge auf die Ablehnung der Unternehmenssteuerreform III reagiert. Sie mahnen die Politik zu einem raschen Vorgehen beim Ausarbeiten einer neuen Reform, wie die Wirtschaftsnachrichtenagentur AWP am Montag berichtet.

ABB_ABB.jpg

Wir sind gerne hier und möchten auch hier bleiben», so die ABB in einer Stellungnahme. (Bild: ABB)

Zürich (sda/awp). ABB äusserte Bedauern über die Ablehnung der Unternehmenssteuerreform III (USR III). «ABB hat eine lange Tradition und wichtige Geschäftsbereiche in der Schweiz. Wir sind gerne hier und möchten auch hier bleiben», heisst es in einer Stellungnahme. Für die Zukunft des Industriestandortes Schweiz sei es wichtig, dass die Unternehmen in Forschung und Entwicklung investierten und damit Arbeitsplätze schaffen und erhalten könnten.

Bei Sulzer hiess es dazu, dass der Entscheid weder auf das Tagesgeschäft, noch auf die Standortwahl kurzfristig eine Auswirkung habe. Es bleibe indes abzuwarten, wie eine allfällige neue Vorlage zur Umsetzung der USR III aussehen werde. Ein Wegzug aus der Schweiz stehe für Sulzer aber nicht zur Diskussion.

Novartis und GF mahnen zur Eile

Auch bei Georg Fischer (GF) hat die Ablehnung der Vorlage «keinen kurzfristigen Einfluss auf die Standortwahl». Inwiefern der negative Entscheid Implikationen auf das Geschäft von GF habe, lasse sich derzeit nicht sagen, schreibt das Unternehmen. Dies hänge auch von der neuen Vorlage ab, die jetzt ausgearbeitet werden müsse. Es sei jedoch auch im Interesse von GF, dass möglichst bald eine verbindliche Gesetzesgrundlage vorliege.

Bei Novartis hat man die Entscheidung «mit Sorge zur Kenntnis» genommen, wie es in einer Stellungnahme des Pharmakonzerns gegenüber AWP heisst. Es sei weiterhin notwendig, eine Ablösung für die international nicht mehr akzeptierten Privilegien zu finden.

«Es liegt nun am Parlament, möglichst rasch ein neues Massnahmenpaket zu schnüren, das den Bedenken der Gegner Rechnung trägt, aber immer noch international anerkannt ist und die Attraktivität des Standorts Schweiz bewahrt oder verbessert», schreibt Novartis.