Dem Fortschritt soll man sich ja bekanntlich nicht verschliessen. Disruptive Innovationen und die Digitalisierung halten Einzug in jede Art der Transformation; egal in welchem Business, egal in welcher Unternehmensgrösse. Wer sich noch nicht damit beschäftigt, dem wird von Fachspezialisten prophezeit, dass ihnen das jeweilige Geschäftsmodell früher oder später um die Ohren fliegt.
Doch wo und wie konkret den Hebel ansetzen? Digital befriedigt soll die Generation Y werden sowie alle anderen Namensgebungen, die in den gleichen Topf gehören. Gleichzeitig sieht sich der Traditionsbetrieb oder Produktionsbetrieb vor die Tatsache gestellt, dass Erfahrung und Wachstum auf Basis der Generation «ü 50» beruhen und diese ganz gerne grössenteils Papier und Kugelschreiber nutzen. Ach ja, und irgendwo muss das ja alles auch noch zur Strategie passen und dem Image der Firma…Der interessierte Kader erkundigt sich nun also erstmal unter seinesgleichen und / oder versucht im Dickicht der Wald-und-Wiesen-Unternehmensberater, jemanden zu finden, der einem das abnimmt und falls nötig gegen Geld, löst. So scheitern 70%...Warum?

Es ist wohl wie beim Kochen. Wer ein Kochbuch lesen kann, so heisst es, kann kochen. Ja, vielleicht, aber würzen kann er nicht. Das lernt nur, wer probiert, abwägt, sich mit jemandem austauscht der mehr Uebung hat, es täglich tut.
Oder anders ausgedrückt: Bottom-up, so einfach und so schwierig zugleich. Die Mitarbeiter eines Unternehmens haben das Wissen und den Umgang, sie haben Ideen. Der agile Leader heutzutage muss nicht alles können; Grösse zeigen und sagen, ich lasse mal die an’s Steuer, die das Tag-täglich bearbeiten. Sich hinterher zusammensetzen und gemeinsam abwägen mittels Piloten, was umsetzbar ist und was nicht, das funktioniert, in der Küche wie am Pult!
Bettina Baur, Metaberatung