Spiral Dynamics ist eine Wunderkiste und vielseitig anwendbar – so mein persönliches Fazit nach mehrmaliger Lektüre.

Das Konzept bezieht sich im Grundsatz auf die Einzelperson, die zusammen mit anderen wiederum ein Team, eine Organisation, eine Gesellschaft / Nation, eine Welt bilden. Da es bei Selbstorganisation resp. agilen Methoden im Kern immer um den Mindset und damit auch um die Einzelperson geht, haben wir uns von SD inspirieren lassen. Nicht mehr, und auch nicht weniger. Akzeptiere ich, dass Macht (in einer gesunden, förderlichen Form) im Team immer noch Raum hat (rot)? Respektiere ich die Rollen und damit auch die «Hierarchien» im Team oder wird es zum Ponyhof (blau)? Bleibt ein Fokus auf Leistung / Output (orange)? Werden die Stimmen aller einbezogen (grün)? Diese Aspekte und Thesen fliessen als Themen in den Fragebogen ein.

Dass sich nicht nur die Einzelperson, sondern auch das umliegende System entwickeln soll, ist eine Herausforderung. Verändert sich die Einzelperson, verändert sich jedoch auch das System. Wird eine kritische Masse erreicht, entsteht ein neues Gesamtes. Deshalb begleiten wir seitens Organisationsentwicklung das Team bei einer Transformation intensiv und vergessen dabei auch das direkte Umfeld nicht. Vielleicht aus diesem Grund, eventuell auch weil die SBB seit vielen Jahren Energie und Ressourcen in die Kulturtransformation steckt, kam es bis jetzt nicht zu den von Ihnen erwähnten Abgängen. Und das soll auch so bleiben, weshalb der Fragebogen und die damit verbundene Sensibilisierung für das Thema für uns so zentral ist.