Liebe Frau Aschwanden

Danke für diese gute Liste. Eine kleine, aber wichtige Anmerkung: Die ganze Sache betrifft Väter genauso wie Mütter. Meistens haben es die Männer sogar deutlich schwerer. Ich spreche da leider aus Erfahrung. Mein Mann und ich arbeiten beide im 80%-Pensum und haben über ein halbes Jahr gesucht, bis wir einen familienfreundlichen Arbeitgeber für ihn gefunden haben.

Mamas brauchen Flexibilität für die Familie, Papas für den Job – diese Denke ist in vielen Chefetagen und leider ganz besonders in HR-Abteilungen noch viel zu sehr verbreitet!
Ich wünsche mir, dass nicht mehr komisch geguckt wird, wenn ein Mann Familienpflichten übernimmt. Zum Beispiel die Kita-Eingewöhnung macht oder zuhause bleibt, wenn die Kinder krank sind.

Liebe Unternehmen, kommt auch den Männern mehr entgegen und zeigt, dass ihr es ernst meint mit «familienfreundlich». Ihr profitiert davon – denn ihr gewinnt so zigfach loyalere, engagiertere und zufriedenere Mitarbeitende. Solche, denen der Partner/die Partnerin jederzeit gerne den Rücken frei hält für Überstunden und Extrarunden für die Firma. Weil sie wissen, dass Entgegenkommen da ist, wenn es wieder einmal in der Familie um die Wurst geht.