HR Today Nr. 12/2017: Expats

Der Expat ist König

Rund um die Ansiedlung ausländischer Mitarbeiter ist im Expat-Management ein breit gefächerter Markt entstanden. Ein Einblick.

Wer ausländische Mitarbeitende in die Schweiz holt, kann die damit einhergehenden Aufgaben selbst übernehmen oder an Dritte delegieren. Expats sollen sich möglichst bald im Job zurechtfinden und sich nach der Ankunft in der Schweiz nicht gleichzeitig auch noch mit der Wohnungssuche, mit Ämtern und Versicherungen herumschlagen müssen. Hier hat sich in den vergangenen Jahren für Expat-Management-Firmen jeder Grösse und Spezialisierung ein Markt entwickelt.

Auslaufmodell Expat-Package

Während früher die sogenannten «Expat-Packages» einiges grosszügiger ausgestaltet waren, entwickeln sich diese heute zunehmend zum Auslaufmodell. Statt fix definierter Umzugsleistungen erhalten Mitarbeitende heute etwa vermehrt Geldsummen zugesprochen, die sie selbstbestimmt einsetzen können.

Damit verändert sich auch die Kundenbasis der Relocation-Firmen. Zählten früher HR-Verantwortliche oder Umzugsbeauftragte zu deren Ansprechpartner, sind es immer häufiger die Expats selbst, die Relocation-Aufträge vergeben.

Integrationsstelle HR

HR kommt bei der erfolgreichen Integration von Expats dennoch nach wie vor eine wichtige Aufgabe zu. Denn ganz auslagern lässt sich das Expat-Management nicht. Vertrauen und das Gefühl von Sicherheit entstehen nur, wenn sich Unternehmen um ihre Mitarbeitenden aus dem Ausland kümmern. Etwa, indem HR als Anlaufstelle zur Verfügung steht, Integrations-Tipps gibt oder zu Welcome-Apéros einlädt, bei denen Expats in Kontakt mit einheimischen Kollegen kommen. Zudem sind interkulturelle Trainings und das Aufzeigen von Berufsperspektiven nicht selten ausschlaggebend, dass sich Expats und ihre Familien zum Bleiben entscheiden. Auch wenn das Expat-Management nicht ganz kostenlos zu haben ist, eine gescheiterte Relocation ist allemal teurer.

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Redaktorin HR Today

cp@hrtoday.ch

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