inHR Award

Wie fortschrittlich ist das HR?

HR-Veranstaltungen sind in der Schweiz nicht dünn gesät, umso rarer sind Awards, die herausragende HR-Leistungen auszeichnen. Diese Lücke ist mit dem «innovative HR Award» nun geschlossen, der erstmals am 26. Oktober 2018 am Sitz der NZZ in Zürich überreicht wurde.

Dass es in der Schweiz bisher an solchen Auszeichnungen gemangelt habe, sei kein Zeichen fehlender HR-Innovationen, sondern liege einfach daran, dass fortschrittliche HR-Projekte einem breiten Publikum nicht bekannt seien, begrüsste Initiator und Jurymitglied Enrico Palumbo seine Gäste. Dass Personaler innovativer sind, als Unkenrufe vermuten lassen, belegen auch die rund vierzig eingereichten Projektvorschläge, wie aus Jury-Kreisen zu vernehmen war. Wie dem auch sei. Vor vollem Saal und unter Jubel der mitfiebernden HR-Kolleginnen und -Kollegen zeichneten Jurymitglieder Petra Feigl-Fässler, HR-Leiterin bei 
der NZZ, Matthias Thalmann, Partner Human Capital Consulting bei Deloitte, und Antoinette Weibel, Professorin für HR-Management an der HSG, die Unternehmen Axa, Coop und UBS für ihre Projekte aus.

Axa überzeugte im Bereich «Neue Arbeit» mit einem «Virtual Career Assistant», der Mit-arbeitenden Antworten auf Fragen liefert wie: Kann ein Roboter meine Arbeit machen und welche Weiterbildung passt zu meinem Fähigkeitsprofil? Coop gab in der Kategorie «Talentvielfalt und Inklusion» mit «Wanderjahre» zu reden. Einem Projekt, bei dem talentierte Lehrabgänger während eines Jahres in allen Sprachregionen und in allen Geschäftsstellen arbeiten, um danach eine erste Führungsfunktion zu übernehmen. UBS sicherte sich schliesslich mit einem künstlich intelligenten Chatbot den ersten Rang in der Kategorie «HR (R)Evolution». Die verliehenen Pokale seien nur eine Leihgabe, warnte Enrico Palumbo die drei Sieger bei der Verabschiedung mit einem Lachen im Gesicht. Gut gelaunt unterhielten sich die Teilnehmenden beim anschliessenden Apéro, wo der Gesprächsstoff noch lange nicht ausging.

Kommentieren0 Kommentare

Chefredaktorin, HR Today. cp@hrtoday.ch

Weitere Artikel von Corinne Päper

Kommentieren

Das könnte Sie auch interessieren