Aufgefallen

Ein Heer von arbeitslosen Postboten?

Werden Postboten, Taxichauffeure und Büroangestellte bald ohne Job sein – ersetzt durch Computer und Roboter? Gestern Abend traten im «Club» auf SRF 1 gleich zwei HR Today Blogger auf: Barbara Josef und Joël Luc Cachelin diskutierten mit Amanda Sauter, Grafikdesignerin und Jungunternehmerin, Lino Guzzella, Präsident der ETH Zürich und Thermotroniker sowie Corrado Pardini, Unia-Gewerkschafter und SP-Nationalrat, über die Folgen der Digitalisierung.

Im «Club» bei Karin Frei auf SRF 1 diskutierten gestern Abend fünf Gäste über die Zukunft unserer Arbeit und die Folgen der Digitalisierung.

Barbara Josef, HR Today Bloggerin, Co-Founderin der 5to9 AG und ehemalige Kommunikationsleiterin von Microsoft Schweiz, vertritt den Standpunkt, dass uns das digitale Zeitalter nicht zu Opfern macht, sondern uns die einmalige Chancen biete «Arbeit neu zu denken und neu zu verhandeln.»

Joël Luc Cachelin, Ökonom und Geschäftsführer der Wissensfabrik, ist der Überzeugung, dass es in Zukunft weniger Arbeit geben wird. Jene, die durch die Digitalisierung neu entstehe, kompensiere nicht, was wegfalle. Die Anforderungen würden zudem höher und wir würden «nicht umhin kommen, grössere gesellschaftliche Reformen anzugehen, vor allem in Sachen Sozialversicherungen und Bildung.»

Amanda Sauter, Grafikdesignerin und Jungunternehmerin, zeigt keine Angst vor Veränderungen. Diese seien ein  konstanter Teil unseres Lebens und würden dieses erst spannend machen.

Lino Guzzella, Präsident der ETH Zürich und Thermotroniker, ist der Ansicht: «Der Wert des Wissens fällt, der Wert des Denkens steigt.» Für die Bildung der Zukunft heisse das, wieder mehr Freiräume schaffen, Kreativität zu fördern und Raum zum Schaffen eigener Projekte zu geben.

Corrado Pardini, Unia-Gewerkschafter und SP-Nationalrat, fordert, dass man sich die Digitalisiertung nicht nur «technisch innerhalb der Fabriktore» vorstellt. Auch gesellschaftlich würden wir vor grossen Umwälzungen stehen. «Zentral werden Fragen wie das Eigentum der eigenen Daten, das Recht auf Arbeit und die Unabhängigkeit der Demokratie von multinationalen Konzernen.»

Aufgefallen

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Online-Redaktorin HR Today

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