Adventsumfrage

HR-Adventskalender: «Mitten in der Transformation unserer HRM-Prozesse»

Welchen Beitrag kann HR zur Transformation von Organisationen beitragen und inwiefern befindet sich HR selbst in einem Transformationsprozess? Die Antworten von HR-Verantwortlichen aus verschiedenen Organisationen lesen Sie in unserem HR-Adventskalender – inklusive Ausblick auf ihre Transformationsprojekte im nächsten Jahr. 13. Dezember: Sibylle Remund, Leiterin HRM, Alpiq InTec Gruppe.

Frau Remund, der Umbruch in Wirtschaft, Politik, Gesellschaft und Technologie zwingt Organisationen zur Transformation. Welche Transformationstreiber stehen für Sie generell und spezifisch für Ihr Unternehmen 2017 im Vordergrund?

Als Energieservice-Anbieter mit 5000 Mitarbeitenden stehen wir im Kern der digitalen Transformation. Neue Geschäftsmodelle entstehen in allen drei zukunftsträchtigen Tätigkeitsbereichen: Gebäudetechnik, Energieversorgungs- und Verkehrstechnik sowie Gross- und Spezialprojekte. Neue fachbereichsübergreifende Prozesse entlang der Wertschöpfungskette werden entstehen. Dies erfordert auch neue Arbeitsweisen – unternehmensintern, aber auch im Zusammenspiel mit unseren Lieferanten und Partnern. Projektteams sind darum künftig vermehrt interdisziplinär und agil statt in starren Strukturen unterwegs und werden durch entsprechende technologische Plattformen in ihrer Zusammenarbeit unterstützt. Hier gilt es, heute die Weichen zu stellen.

Welchen Beitrag kann HR bei der Transformation Ihrer Organisation leisten und welche Rolle nehmen Sie dabei als HR ein?

Wir können den Change-Prozess unterstützen, wobei unsere Mitarbeitenden in gewissen Teilbereichen dem Unternehmen bereits voraus sind. Insbesondere wenn es gilt, rasch die richtigen Skills am richtigen Ort zu haben, können wir ressourcenschonende Lösungen bieten. Doch geht es um mobile digitale Zeiterfassung, elektronische Unterschriften und Ähnliches geht, ist Alpiq Intec teilweise noch in Verzug. In der Rekrutierung stellen wir Veränderungen im Anforderungsprofil unserer zukünftigen Mitarbeitenden fest: Gefragt sind digital affine Mitarbeitende, die vermehrt IT-Kenntnisse besitzen. In der Fach- und Führungsausbildung werden die aktuelle digitale Transformation und neue Formen der Zusammenarbeit zunehmend zum Thema. Wir begleiten unsere Mitarbeitenden in all diesen Themen und gehen mit gutem Beispiel voran.

Inwiefern befindet sich die HR-Rolle generell, aber auch Ihre HR-Organisation selbst, in einem Transformationsprozess und was sind dabei die wichtigsten Handlungsfelder?

Wir haben die Zeichen der Zeit erkannt und bereits Prozessoptimierungen – auf Basis der digitalen Transformation – vorgenommen, das HRM der Alpiq Intec Gruppe ist also auf dem Weg. Genau genommen befinden wir uns mitten in der Transformation unserer HRM-Prozesse, welche wir mit «Success Factors» – einer cloudbasierte Software, mit der wir alle HR-Prozesse elektronisch abbilden können – Schritt für Schritt implementieren. Vor einem Jahr haben wir die Software für die Bereiche Performance Management, Mitarbeiterentwicklung und Compensation&Benefits eingeführt. Für uns ist dies zur Zeit der grösste Transformationsprozess im Bereich HRM. Gleichzeitig sprechen wir digital affine Mitarbeitende vermehrt online und zunehmend über mobile Kanäle an. Dies verändert das Personalmarketing und erfordert raschere und emotionalere Tools wie etwa ein HRM-Video, das wir eben fertig gestellt haben. Das alles benötigt aber Zeit und Geld – deshalb gehen wir es Schritt für Schritt an.

Welche konkreten Transformationsprojekte planen Sie für das nächste Jahr?

Auf unserer Planung steht ein elektronisches Bewerbungstool, eine App für die mobile Zeiterfassung und das Talentmanagement. Damit werden interne und externe Potentials elektronisch erfasst und bei offenen Stellen angeschrieben. Wir wollen letztlich den ganzen HR-Prozess elektronisch abbilden – lieber früher als später.

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Antonia Fischer
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