Temporärbranche schliesst im 3. Quartal mit 4,2 Prozent im Plus

Dübendorf (ots). Im dritten Quartal 2017 konnten die Temporärunternehmen 4,2 Prozent mehr Einsatzstunden vermitteln als im Vorjahr. Dies zeigt der Swiss Staffingindex, das Geschäftsbarometer der Temporärindustrie. Das Branchenwachstum verliert gegenüber dem zweiten Quartal zwar etwas an Dynamik, bleibt aber solide.

Dies schreibt der Verband der Personaldienstleister Swissstaffing in einer Medienmitteilung vom Dienstag. Nachdem zahlreiche, namhafte Konjunkturforschungsinstitute ihre Erwartungen an das diesjährige BIP-Wachstum nach unten korrigiert haben, überrasche diese Entwicklung. Die robuste Geschäftstätigkeit auf dem Temporärmarkt deute auf ein Anziehen der Konjunktur und eine gute Arbeitsmarktentwicklung in der zweiten Jahreshälfte 2017 hin.

«Gut 20 Prozent der Temporärarbeitenden waren vor ihrem Einsatz arbeitslos. 55 Prozent wären es ohne diese Beschäftigungsform geworden», sagt Dr. Marius Osterfeld, Ökonom bei swissstaffing, aufgrund der Analyse einer repräsentativen Erhebung des Branchenverbandes. Die Beschäftigungswirkung von Temporärarbeit ist dabei nachhaltig, bestätigt Osterfeld weiter: «Bereits 12 Monate nach einem Einsatz hat jeder zweite feststellensuchende Temporärarbeitende die gewünschte Festanstellung gefunden.»

Die Wachstumsraten der Temporärbranche seien in doppelter Hinsicht gute Nachrichten. Stellensuchende fänden über einen Temporäreinsatz schnell wieder Tritt im Erwerbsleben und legten einen wichtigen Grundstein für die rasche Rückkehr in eine Festanstellung. Zweitens seien zunehmende Wachstumsraten bei den Temporärarbeitenden erfahrungsgemäss ein wichtiger Indikator für volle Auftragsbücher und eine anziehende Beschäftigung. Die Sorge vor dem Wachstum der Temporärarbeit als flexibler Arbeitsform verfange somit nicht, sondern sei vielmehr eine Chance für zahlreiche Stellensuchende in der Schweiz.