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HR-Adventskalender: «HR als Impulsgeber»

Welchen Beitrag kann HR zur Transformation von Organisationen beitragen und inwiefern befindet sich HR selbst in einem Transformationsprozess? Die Antworten von HR-Verantwortlichen aus verschiedenen Organisationen lesen Sie in unserem HR-Adventskalender – inklusive Ausblick auf ihre Transformationsprojekte im neuen Jahr. 7. Dezember: Rolf Arnet, Head Human Resources Management, Aduno Gruppe.

Herr Arnet, der Umbruch in Wirtschaft, Politik, Gesellschaft und Technologie zwingt Organisationen zur Transformation. Welche Transformationstreiber stehen für Sie generell und spezifisch für Ihr Unternehmen 2017 im Vordergrund?

Für uns steht die Digitalisierung sicherlich im Vordergrund. Als Anbieter von Zahlungssystemen beschäftigt sie uns seit längerem auf der Kundenseite – weil neue Formen des Bezahlens entstehen, sich die Kundengewohnheiten rasch verändern und neue Wettbewerber in unseren Markt eintreten. Dieser Wandel bedingt aus HR-Sicht eine erhöhte Veränderungsfähigkeit unserer Organisation – aber auch aller Beteiligten. Die Digitalisierung prägt zudem masseblich die Arbeitswelt der Zukunft. Arbeit wird raum- und zeitunabhängig, es werden neue Organisationsformen der Arbeit möglich. Diese orientieren sich viel stärker an der Vorstellung eines Netzwerks als an Hierarchien. Voraussetzungen für eine erfolgreiche Transformation sind unter anderem eine hochwertige analoge und digitale Arbeitsumgebung sowie ein verändertes Führungsverständnis.

Welchen Beitrag kann HR bei der Transformation Ihrer Organisation leisten und welche Rolle nehmen Sie dabei als HR ein?

Wir haben für diesen Transformationsprozess das Projekt «the smart way to work» ins Leben gerufen. Es ist als strategisches Vorhaben klassifiziert, was dessen Bedeutung unterstreicht. Die Geschäftsleitung ist sich also bewusst, dass unser künftiger Erfolg davon abhängt, wie gut es unseren Mitarbeitenden gelingt, ihre Potenziale zu entfalten. Als HR wollen wir die entsprechenden räumlichen, organisatorischen und kulturellen Voraussetzungen schaffen. In der Transformation sehen wir uns einerseits in einer moderierenden Funktion – um die Veränderungen zu koordinieren und zu begleiten. Anderseits wollen wir vermehrt Impulsgeber sein, um neue Perspektiven zu eröffnen und den Wandel zu beschleunigen.

Inwiefern befindet sich die HR-Rolle generell und auch Ihre HR-Organisation selbst in einem Transformationsprozess und was sind dabei die wichtigsten Handlungsfelder?

Es ist offensichtlich, dass die Digitalisierung von HR einen neuen Wertbeitrag verlangt. Deshalb setzen wir uns zeitgleich zum Projekt «the smart way to work» mit den künftigen Rollen von HR auseinander. Der oft zitierte Skill-Shift betrifft nicht nur die Aduno Gruppe als Ganzes, sondern auch uns als HR. Unsere künftigen Rollen werden stark auf die digitale Transformation Bezug nehmen, also diese initiieren, ermöglichen, begleiten und reflektieren. Diese neuen Rollen verlangen neue Denkweisen, neue Fähigkeiten sowie eine intensive Reflexion mit der Frage, was in Zukunft an Technologie, die Linie, die Mitarbeitenden oder extern delegiert werden kann.

Welche konkreten Transformationsprojekte planen Sie für das nächste Jahr?

Die Integration der Mitarbeitenden in die Veränderung betrachten wir als zentralen Erfolgsfaktor der Transformation. Im Januar führen wir den dritten Workshop mit unseren Mitarbeitenden durch. Mit zwei externen Profis und einer quer durch Abteilungen und Hierarchien zusammengestellten Gruppe wollen wir das Unternehmen auf die Transformation vorbereiten. Dieses Jahr haben wir uns den Themen «Räumen» und «Plattformen» gewidmet, im Januar 2017 steht der Faktor Mensch im Vordergrund. Ebenso zu Beginn des neuen Jahres werden wir als HR unsere Arbeitswelt verändern. Dabei glauben wir an das Prinzip des Prototypings, um Erfahrungen zu sammeln, die für die ganze Gruppe relevant sind.

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Antonia Fischer
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