Adventsumfrage

HR-Adventskalender: «Kultur von Eigenverantwortung»

Welchen Beitrag kann HR zur Transformation von Organisationen beitragen und inwiefern befindet sich HR selbst in einem Transformationsprozess? Die Antworten von HR-Verantwortlichen aus verschiedenen Organisationen lesen Sie in unserem HR-Adventskalender – inklusive Ausblick auf ihre Transformationsprojekte im nächsten Jahr. 8. Dezember: Andrea Kurz, HR-Leiterin, Weleda.

Frau Kurz, der Umbruch in Wirtschaft, Politik, Gesellschaft und Technologie zwingt Organisationen zur Transformation. Welche Transformationstreiber stehen für Sie generell und spezifisch für Ihr Unternehmen 2017 im Vordergrund?

Gesellschaftliche Entwicklungen, veränderte Anforderungen von Kunden und anderen Stakeholdern wie auch die Auswirkungen der Digitalisierung sind aktuell wichtige Transformationstreiber für uns.  Es gilt, Chancen konsequent zu nutzen und gleichzeitig unseren ethischen Grundsätzen und Weleda-Werten treu zu bleiben.

Welchen Beitrag kann HR bei der Transformation Ihrer Organisation leisten und welche Rolle nehmen Sie dabei als HR ein?

Die aktuellen Transformationsprozesse können nicht mehr einzelne Führungspersönlichkeiten meistern und verantworten. Wir brauchen vielmehr die Agilität und Verantwortungsübernahme jedes Einzelnen und werden nach innen und aussen in neuer Weise kooperieren. HR hat eine wichtige Rolle bei der Ausgestaltung und Begleitung dieses Change-Prozesses für alle Mitarbeitenden. Es kann einen Beitrag leisten, die Eigenverantwortung in der Werte- und Leistungsgemeinschaft zu fördern und viele HR-Prozesse werden sich in diesem Sinne verändern.

Inwiefern befindet sich die HR-Rolle generell und auch Ihre HR-Organisation selbst in einem Transformationsprozess und was sind dabei die wichtigsten Handlungsfelder?

Um Führungskräfte und Mitarbeitende in Transformationsprozessen gut begleiten zu können, muss HR sich zuerst selbst weiterentwickeln. Im Moment stellen wir etablierte HR-Prozesse und -Systeme auf den Prüfstand, auch um Freiraum für neue, veränderte Anforderungen und Aufgaben zu schaffen. Wir sind beispielsweise gerade dabei, verschiedene Prozesse wie zum Beispiel die Planung von Abwesenheiten, das Abrufen von Lohnausweisen etc. in einem Employee Self Service abzubilden. Ebenso analysieren wir gerade die technischen Möglichkeiten für einen verbesserten Onboarding-Prozess für neue Mitarbeitende. Das macht für Mitarbeitende und Unternehmen Sinn. Gleichzeitig dürfen technische Möglichkeiten nicht dazu führen, dass der Dialog zwischen den Menschen zu kurz kommt. Das persönliche Gespräch zwischen Menschen ist ein wichtiger Bestandteil unserer Zusammenarbeit und Entwicklung.

Welche konkreten Transformationsprojekte planen Sie für das nächste Jahr?

Wir werden weiterhin die Chancen der Digitalisierung zur Optimierung von Prozessen und Infrastruktur nutzen. Fokusthema für 2017 ist die Förderung einer Kultur von Eigenverantwortung und Entwicklung im Rahmen unseres Weleda-spezifischen Talent Management-Ansatzes für alle Mitarbeitenden. Dies beinhaltet unter anderem Massnahmen zum Employer Branding und Talent Relationship Management, um auch für potenzielle zukünftige Mitarbeitende stärker sichtbar zu werden.

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Antonia Fischer
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