SGO-Konferenz

«Mehr Geisterfahrer in den Unternehmen!»

Führung muss und kann eine neue Lebendigkeit erlangen. Dies ist das Fazit der diesjährigen Konferenz der Schweizerischen Gesellschaft für Organisation. Rund 200 Teilnehmende haben sich auf Einladung der SGO und des Teams «Musterbrecher» einen Tag lang über das Thema Führung ausgetauscht und Massnahmen entworfen.

Das Neue hat mit vielen Komponenten – Social Media, Diversity, neuen Technologien – unaufhaltsam in die Arbeitswelt Einzug gehalten. Die Forschung hat insbesondere in der Neurobiologie, in der Schwarmintelligenz und auf vielen anderen Gebieten deutliche Fortschritte gemacht. «Wir stehen heute weniger vor einem Erkenntnisproblem als vielmehr vor einem Umsetzungsproblem», sagte Hans A. Wüthrich, Professor für Internationales Management an der Universität der Bundeswehr München.

Und so sähen sich heute viele Unternehmen in einer Schieflage zwischen Lebendigkeit und Leidenschaft auf der einen und Effizienz auf der anderen Seite. «In der Annahme, dass das eine das andere ausschliesse, nutzen Firmen nur einen Bruchteil ihrer Potenziale», so Wüthrich. Hocheffiziente Systeme seien eben auch extrem störungsanfällig: «Denn Varietät von aussen ist nur mit Varietät von innen auszugleichen.» Dazu gehört auch, Menschen innerhalb der Unternehmen Freiräume zu geben. «Denn was Mitarbeiter ausbrennen lässt, ist nicht das Mass an Arbeit, sondern an Fremdbestimmtheit», befand Wüthrich und verlangte nach mehr «Geisterfahrern» in den Unternehmen.

Auch das Publikum war der Meinung, dass Managementmethoden und Leadershipansätze aus dem vergangenen Jahrhundert in unserem heutigen neuen Umfeld nicht mehr genügen können, und lieferte in interaktiven Brainstormings Ideen, wie Leadership verbessert werden kann.

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