Checkliste

Total erfolgreich aber brutal unglücklich?

Dann sollten Sie diese fünf Punkte beachten.

Die Schweiz gehört zu den reichsten Ländern dieser Welt. Der Gesundheits-Standard ist hoch, die Lebensqualität ist überdurchschnittlich und das Pro-Kopf Einkommen liegt deutlich über dem OECD-Durchschnitt. Obwohl eigentlich alles da ist, was es braucht, um ein rundum sorgenfreies und zufriedenes Leben zu führen, etwas kann mit Geld nicht kaufen: glücklich zu sein.

Dieser eine Haken, dieses «eigentlich», diese latente Unzufriedenheit, die Sie nie ganz loslässt und das Bild des perfekten, schönen Lebens immer wieder trübt. Dabei liegt das Ganze nur selten an der Umgebung oder am Arbeitgeber, sondern an der inneren Einstellung.

Mit den folgenden Tipps, können Sie in kürzester Zeit und mit einfachen Methoden wieder mehr Lebensfreude, Glück und Zufriedenheit empfinden.

1. Nehmen Sie Ihre Gefühle an

Machen Sie sich eines bewusst: Mit Ihnen ist nichts falsch. Sie sind auch nicht undankbar, weil Sie trotz Ihres Erfolges nicht glücklich sind. Denn eigentlich hat Ihr Erfolg (und somit alles, was im Aussen passiert) nur relativ wenig mit Ihren Gefühlen (und somit Ihrem Inneren) zu tun: Erfolg im Aussen heisst nicht automatisch Glück im Inneren. Akzeptieren Sie diese Gefühle und machen Sie sich nicht schlecht dafür. Sie sind ein wertvoller Wegweiser. Eine leise, aber hartnäckige Erinnerung und Einladung, die aktuelle Einstellung und Situation zu überdenken und zu ändern.

2. Wofür können Sie heute dankbar sein?

Es klingt vielleicht etwas abgedroschen, aber es hat einen Grund, weshalb Dankbarkeit immer wieder genannt wird und von vielen Menschen auf der Welt seit Jahren praktiziert wird: Sie ist einfach und sie wirkt. Regelmässige Dankbarkeit, zum Beispiel in Form eines Dankbarkeits-Tagebuchs, äussert sich in zunehmendem Optimismus, mehr Vitalität und Lebensfreude und lindert zudem körperliche Beschwerden wie Bauch- oder Kopfschmerzen. Finden Sie etwas, auch wenn es noch so klein ist, wofür Sie jetzt, genau in diesem Moment, wirklich aus tiefstem Herzen dankbar sein können. Fühlen Sie diese Dankbarkeit in jeder Zelle Ihres Körpers. Vielleicht fällt Ihnen dies am Anfang etwas schwer, was völlig normal ist.

Fangen Sie mit etwas an, wofür Sie die Dankbarkeit gut spüren können. Dann steigern Sie sich langsam und fügen Sie kontinuierlich weitere Dinge hinzu.

3. Sie sind nicht Ihre negativen Gedanken

Sehen Sie Ihre negativen Gedanken als das, was sie sind: Einfach nur Gedanken. Ein Teil von Ihnen, aber nicht Ihr Wesenskern. Machen Sie sich bewusst, dass Sie nicht jeden negativen Gedanken glauben müssen. Diese Gedanken entsprechen weder der Situation, in der Sie sich aktuell befinden, noch sagen sie voraus, wie die Zukunft aussehen wird. Zudem sind solche Gedanken stark von vergangenen Ereignissen geprägt, von Erfahrungen und Glaubenssätzen, und sie leben ausschliesslich von Ihrer Aufmerksamkeit: Je mehr Sie sich ihnen widmen, umso grösser, stärker und mächtiger werden sie. Versuchen Sie deshalb, Ihre negativen Gedanken so gut es geht los zu lassen.

4. Lassen Sie sich von Ihren Zielen begeistern

Unzufriedenheit, Frustration und das allgegenwärtige Gefühl, nicht erfüllt oder glücklich zu sein, entsteht oft, weil wir keine Ziele haben. Stattdessen verlieren wir uns in den Kleinigkeiten des Alltags und leben planlos vor uns hin. So vergehen Monate und Jahre, ohne dass sich grossartig etwas ändert.

Dem können Sie entgegenwirken, indem Sie sich Ziele setzen, für die Sie wirklich brennen. Ziele, die Sie antreiben und die Sie morgens aus dem Bett treiben. Und damit meine ich keine rational berechneten Kennzahlen, sondern Ziele, bei denen Ihr Herz hüpft und alles kribbelt, die Ihnen Energie und Antrieb geben. Dies können Sie sowohl für Ihr Privatleben wie auch für Ihre berufliche Situation machen. Wichtig dabei: Je grösser, je verrückter, je prickelnder, desto besser.

5. Seien Sie ehrlich mit sich selbst

Unzufriedenheit entsteht oftmals auch dadurch, dass wir etwas nicht haben, was wir aber eigentlich, tief in unserem Inneren, wollen. Wir verwehren uns etwas, vielleicht weil wir es schlecht reden oder es sich «nicht gehört» oder wir Angst haben, was die anderen sagen und denken.

Was ist das für Sie? Was erlauben Sie sich (noch) nicht? Nehmen Sie den ersten Impuls wahr den Sie haben, sobald Sie die Frage lesen. Schreiben Sie ihn auf und lassen Sie die Frage dann noch etwas wirken. Sie werden in den kommenden Tagen und Wochen weitere Antworten darauf finden. Schreiben Sie auch diese auf.

Fazit

Mit den oben genannten Tipps – die als ungezwungene Elemente und keinesfalls als «Disziplin» zu sehen sind – haben Sie ein breites Spektrum an Werkzeugen in der Hand, um wieder mehr Glück, Zufriedenheit und Lebensfreude in Ihr Leben einzuladen. Neben schnell wirkenden und jederzeit einsetzbaren Methoden wie Dankbarkeit oder Akzeptanz der Gefühle, bietet Ihnen die Beschäftigung mit Ihren Zielen oder Ihren tiefsten Wünschen auch die Chance, sich intensiv mit sich selbst und Ihrem Inneren auseinanderzusetzen. Hierfür empfehle ich, etwas mehr Zeit einzuplanen, um das Ganze wachsen und gedeihen zu lassen. Sie müssen nicht sofort alles wissen und anwenden, doch je mehr Sie sich damit beschäftigen, umso tiefer wird es gehen.

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Katrin Bitterle

Katrin Bitterle ist Leadership Coach und Mental Trainerin für Unternehmer und hat bereits über 1500 Geschäftsführer und Führungskräfte weltweit dabei unterstützt, mehr Freude, Zufriedenheit, Balance und Glück in ihr Leben zu integrieren. Neben Einzelpersonen unterstützt sie auch Unternehmen mit massgeschneiderten Trainings zu den Themen Führung und Mindset. erfolgreichaberungluecklich.ch

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Wunderbar, ich danke Ihnen. Ihr Artikel hat mich sehr angesprochen. Manches, was erwähnt wird, hat auch mir bereits sehr geholfen und ich freue mich auf Menschen, für die dies auch so ist.

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