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So begeistern Sie Ihre Mitarbeitenden: 8 Tipps für eine gelungene Rede

Wann wird endlich das Buffet eröffnet? Das fragen sich die Zuhörer bei vielen Reden. So sehr ödet sie der Vortrag an. Inhaber und Manager von Unternehmen müssen oft Reden halten – unter anderem auch bei Weihnachtsfeiern und Neujahrs-Empfängen. Deshalb hier einige Tipps, worauf Sie bei Ihrer Ansprache achten sollten.

Bei Reden erlahmt oft das Interesse der Zuhörer nach wenigen Minuten. Dabei blicken sie der Ansprache, beispielsweise ihres Chefs, meist durchaus gespannt entgegen – sofern sie dessen langatmigen «Vortrag» nicht schon kennen. Es geht auch anders: Acht Tipps, wie es gelingt, Ihre Mitarbeitenden zu begeistern.

Tipp 1: Glaubwürdig und authentisch sein

Der Erfolg einer Rede hängt stark davon ab, inwieweit der Redner die Sympathie seiner Zuhörer gewinnt. Dies geschieht vor allem dadurch, dass er authentisch wirkt. Die Rede sollte ihm auf den Leib geschneidert sein. Unglaubwürdig wirkt es, wenn ein Erbsenzähler sich als Witzbold präsentiert oder eine Einzelkämpferin sich verbal mit den Anwesenden verbrüdert.

Tipp 2: Sich vorab überlegen «Wer ist mein Gegenüber?»

Beim Planen Ihrer Rede sollten Sie wissen: Wer sitzt mir gegenüber? Und: Welche Beziehung besteht zwischen den Zuhörern? Kennen sie sich gut oder sehen sie sich nur einmal jährlich? Gehören sie derselben Organisation an oder nicht?

Denn wenn Ihre Zuhörer/innen Tag für Tag zusammenarbeiten, haben sie gemeinsame Erfahrungen: Auf diese können Sie sich beziehen. Sehen sie sich hingegen nur einmal pro Jahr, müssen Sie auf andere Elemente zurückgreifen, um ihr Ohr zu finden. Zum Beispiel die Entwicklung in der Branche. Oder solche branchenübergreifenden Themen wie die «Digitalisierung».

Tipp 3: Mit den Zuhörern kommunizieren

Eine gute Rednerin kommuniziert mit den Zuhörern – selbst, wenn nur sie spricht. Zum Beispiel mit den Augen. Tragen Sie deshalb Ihre Rede so frei wie möglich vor. Sprechen Sie das Publikum auch persönlich an – jedoch nicht, indem Sie alle zwei, drei Minuten die Floskel «Meine sehr verehrten Damen und Herren» verwenden.

Stellen Sie den Zuhörern vielmehr rhetorische Fragen wie «Kennen Sie folgende Situation, ...?» oder «Geht es auch Ihnen so, dass ...?». Integrieren Sie zudem Beispiele aus der Erfahrungswelt der Zuhörer. Auch ein Schuss Humor und Selbstironie schadet nie.

Tipp 4: Kurz und knackig

Je kürzer eine Rede, umso besser ist sie meist. Eine Festrede zur Weihnachtsfeier sollte maximal fünfzehn Minuten dauern. Denn bei einer Weihnachtsfeier steht das gemeinsame Feiern zentral. Bilden Sie möglichst kurze Sätze und vermeiden Sie Schachtelsätze. Diese sind schnell unverständlich und beinhalten die Gefahr, dass der Redner sich verheddert.

Ausserdem sollte eine Rede höchstens drei Kernbotschaften enthalten. Zum Beispiel: Die Arbeitsplätze sind sicher. Unser Unternehmen sieht einer rosigen Zukunft entgegen. Und: Dass es unserem Betrieb gut geht, verdanken wir dem Einsatz aller Mitarbeiter.

Tipp 5: Bildhafte Sprache

Wichtig ist eine aktive Sprache. Also zum Beispiel «Wir planen ...» statt «Unsere Planung sieht vor ...». Durchforsten Sie Ihr Manuskript nach substantivierten Verben wie «Durchführung» und «Neuorientierung». Taucht ein solches Wort auf, können Sie davon ausgehen: Diese Aussage kann man verständlicher formulieren.

Tipp 6: Feurig enden

Planen Sie den Beginn und Schluss Ihrer Rede besonders sorgfältig. Wie aufmerksam das Publikum Ihnen zuhört, hängt weitgehend vom Einstieg ab. Gute Einstiege sind Anekdoten. Bauen Sie Ihre Rede dramaturgisch auf. Alles sollte auf ein Finale zustreben, das dafür sorgt, dass Ihre Rede dem Publikum im Gedächtnis bleibt – ähnlich wie bei einem Feuerwerk.

Tipp 7: Die Rede laut üben

Sicherheit gewinnen Sie vor allem durch eine gute Vorbereitung. Hierzu zählt das laute Üben der Rede. Speziell den Einstieg, das Ende und die Übergänge zwischen den Redepassagen sollten Sie so lange üben, bis Sie diese sozusagen auswendig kennen. Brauchen Sie beim Üben eine Stoppuhr, damit Sie die vorgesehene Zeit nicht überschreiten.

Tipp 8: Bei Pannen, Ruhe bewahren

Geraten Sie nicht in Panik, wenn Sie sich bei Ihrer Rede – trotz guter Vorbereitung – mal versprechen oder den roten Faden verlieren. Denn das Reden-halten ist nicht Ihr Haupt-Job. Deshalb tragen kleine Patzer eher dazu bei, dass Sie authentisch wirken.

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Barbara Liebermeister

Barbara Liebermeister leitet das Institut für Führungskultur im digitalen Zeitalter (IFIDZ) in Frankfurt. Die Managementberaterin ist Keynote Speaker und Autorin des Buchs «Digital ist egal: Mensch bleibt Mensch – Führung entscheidet».

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