Checkliste

10 Tipps für eine souveräne Online-Rede

Die Zeit um den Jahreswechsel ist auch die Zeit der Reden. Das wird heuer kaum anders sein – auch wenn corona-bedingt so manch übliches Firmenevent nur online oder im kleinen Kreis stattfindet. Diese Tipps sollten Sie beherzigen, wenn Sie online eine Rede halten.

1. Nie sitzen

Wenn wir sitzen, gestikulieren wir kaum und unterstreichen somit auch die Bedeutung unserer Worte weniger. Wenn Sie als Redner*in stehen und sich bewegen, senden Sie an Ihre Zuhörer entsprechend mehr körpersprachliche Signale. Das erhöht die Wirkung Ihrer Aussagen.

2. Aktiv wie in Präsenz-Vorträgen agieren

Wenn wir mit einem nicht sichtbaren Publikum kommunizieren, zeigen wir in der Regel weniger Gestik und Mimik. Dann wirken unsere Worte schnell fad. Puschen Sie sich vor Ihrem Auftritt entsprechend energetisch – wie ein Schauspieler.

3. Gute Beleuchtung

Achten Sie auf eine gute Ausleuchtung des Raums. Insbesondere auf Ihr Gesicht sollten keine Schatten fallen, damit man Ihre Mimik und Augensprache gut sieht.

4. Kernbotschaften grafisch unterstreichen

Online ist es schwieriger, Botschaften glaubhaft und eindrücklich zu vermitteln. Heben Sie deshalb Ihre Kernbotschaften heraus – zum Beispiel mit Grafiken oder kurzen Videos.

5. Vorsicht mit der Technik

Je instabiler die Verbindung ist, umso unprofessioneller wirkt Ihr Vortrag. Je stärker Sie während Ihrer Rede mit der Technik beschäftigt sind, umso unpersönlicher kommen Sie rüber. Sorgen Sie vor wichtigen Reden mit einem grösseren Auditorium für personelle Unterstützung.

6. Für Abwechslungen sorgen

Probieren Sie auch mal neue Dinge aus, wie Musik im Hintergrund oder Comics. Alles was für eine spannende Dramaturgie sorgt, ist erlaubt.

7. Mit Storytelling arbeiten

Nehmen Sie Ihre Zuhörer*innen mit auf eine Gedankenreise. Zum Beispiel durch das kommende Geschäftsjahr. Überlegen Sie vorab: Was ist der Anlass der Reise? Wohin soll sie gehen? Und: Wer nimmt an der Reise teil?

8. Auf die Umgebung achten

Es ist zwar menschlich, wenn zum Beispiel die Unordnung in Ihrem Arbeitszimmer einen persönlichen Eindruck vermittelt. Doch entspricht dies der Botschaft, die Sie vermitteln möchten? Checken Sie dies vor Ihrem Online-Auftritt.

9. Gepflegt-sein

Dasselbe gilt für Ihr Aussehen. Es wirkt zwar lässig, wenn man den Chef mit Dreitage-Bart oder die Chefin im Schlapper-T-Shirt sieht.

10. Die Menschen nicht vergessen

Bei Online-Reden sieht der Redner in der Regel die Gesichter der Zuhörer nicht. Zumindest kann er mit ihnen nicht per Blickkontakt kommunizieren. Sprechen Sie deshalb regelmässig einzelne Personen persönlich oder Personengruppen wie die Techniker, die Lernenden oder die Mitarbeitenden im Homeoffice oder in Kurzarbeit direkt an.

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Barbara Liebermeister

Barbara Liebermeister leitet das Institut für Führungskultur im digitalen Zeitalter (IFIDZ) in Frankfurt. Die Managementberaterin ist Keynote Speaker und Autorin des Buchs «Digital ist egal: Mensch bleibt Mensch – Führung entscheidet».

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