Research

«Employability und Risiko­gruppen»: Studienergebnisse

Die Transformation der Unternehmen beschleunigt sich rasant, setzt die Employability der Arbeitskräfte unter Druck und akzentuiert Personalrisiken wie Überlastung oder fehlendes Know-how. Die Förderung der Beschäftigungsfähigkeit durch die Unternehmen wird dieser Entwicklung nicht gerecht.

Die diesjährige Studie der Alixio Group Schweiz fragt nach den Strategien der Unternehmen zur Förderung der Beschäftigungsfähigkeit ihrer Mitarbeitenden im Kontext von KI und dem demografischen Wandel. Welche Personalrisiken identifizieren sie und wie fördern sie die Arbeitskräfte, die zu den Risikogruppen bezüglich Beschäftigungsfähigkeit gehören?

Die effektive Stärkung der Employability wird  dafür entscheidend sein, damit die Unternehmen über die erforderlichen Fachkräfte und das Know-how verfügen und im Wettbewerb bestehen können.

Im Folgenden werden erste Ergebnisse der Studie auf Basis der Umfrage bei Führungskräften und HR-Managerinnen und -Managern vorgestellt und erläutert.

Die Unternehmen verändern sich grundlegend. KI ist die primäre Treiberin.
Gemäss der Einschätzung der Befragten ist die künstliche Intelligenz die wesentliche Treiberin der Transformation in den Unternehmen. 60 Prozent der Befragten (Anteil: trifft zu) bestätigen, dass KI ihr Unternehmen in den nächsten zwei Jahren nachhaltig verändern wird. Das Total der zustimmenden Antworten beträgt über 90 Prozent (Anteil: trifft zu, trifft eher zu). Auch der demografische Wandel und Handelskonflikte werden als wesentliche Auslöser von Transformationsprozessen eingeschätzt.

Überlastung, Know-how-Verlust und mangelnde Veränderungsfähigkeit als primäre Personalrisiken.
Rund ein Drittel der Befragten (Anteil: trifft zu) identifizieren Stress, Überlastung und Absenzen, Know-how-Verlust durch Pensionierungen oder Kündigungen sowie mangelnde Veränderungs- und Innovationsfähigkeit als besonders hohe Personalrisiken für das eigene Unternehmen. Als substanziell werden auch die Risiken bezüglich Personalengpässen, Fachkräftemangel sowie Skill-Gaps eingeschätzt. Das Total der zustimmenden Antworten (Anteil: trifft zu, trifft eher zu) liegt für jedes Risiko deutlich über der Hälfte. Ausserdem können diese Risiken sich gegenseitig verstärken.

Die Förderung der Employability hält nicht Schritt mit der Veränderungsdynamik. Erwartet wird ein klarer Fokus auf Future Skills.
Nur ein Viertel der Befragten (Anteil: trifft zu) bestätigt eindeutig, dass eine gezielte Förderung in der aktuellen Rolle sowie der Future Skills besteht. Programme zum Erhalt der Arbeitsfähigkeit bietet der eigene Arbeitgeber gemäss einem Fünftel an. Eine Karriereplanung und Förderung der internen Mobilität findet – wenn überhaupt – bei Leistungsträgern statt. 

Entsprechende Massnahmen des Arbeitgebers bejaht knapp ein Fünftel. Erst bei Berücksichtigung aller zustimmenden Antworten (Anteil: trifft zu, trifft eher zu) werden die erwähnten Massnahmen mehrheitlich bestätigt. Eine Stärkung der externen Arbeitsmarktchancen findet hingegen kaum statt. Die Befragten erwarten von den Unternehmen jedoch eine konsequentere Förderung der Employability, um die anstehenden Veränderungen erfolgreich zu bewältigen; insbesondere eine gezielte Stärkung der Future Skills gemäss drei Viertel der Befragten (Anteil: trifft zu).

Unterstützen die Unternehmen die Risikogruppen adäquat?
Mehr als die Hälfte bestätigt, dass KI die Rollen und Anforderungen von Berufseinsteigenden mit akademischen Abschlüssen verändern wird. Über 40 Prozent der Befragten bejahen, dass ihr Arbeitgeber in den letzten beiden Jahren Expats entlassen musste (sofern das eigene Unternehmen Expats beschäftigt). Ausfälle aufgrund von psychischen Belastungen sowie Know-how-Verluste bei absehbaren Pensionierungen stellen gemäss mehr als der Hälfte eine betriebliche Herausforderung dar.

Wie reagieren die Unternehmen auf diese Herausforderungen bei den Risikogruppen der hochqualifizierten Berufseinsteigenden, der Expats nach einer Kündigung, der psychisch belasteten Arbeitskräfte und der Älteren?

Die Antworten auf diese Fragen und weitere Ergebnisse stellt die Alixio Group Schweiz an ihren Veranstaltungen zur Präsentation der Studienergebnisse in Zürich, Basel, Genf, Lausanne und Lugano vor. Zudem können diese Informationen in unserem Whitepaper nachgelesen werden, das im November auf Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch erscheinen wird.


HR Research 2026 Events

Präsentation der Studienergebnisse:

Zürich, 11. November, 17.00 - 21.00 Uhr (ausgebucht)
Basel, 25. November, 17.00 - 21.00 Uhr

Eintritt kostenlos. Anmeldung erforderlich.

Kommentieren 0 Kommentare HR Cosmos
Porträtfoto von Edgar Spieler

Edgar Spieler ist Director Public & Innovation bei von Rundstedt.

Weitere Artikel von Edgar Spieler