Adventsumfrage

HR-Adventskalender: «Bildung als Transformationstreiber»

Welchen Beitrag kann HR zur Transformation von Organisationen beitragen und inwiefern befindet sich HR selbst in einem Transformationsprozess? Die Antworten von HR-Verantwortlichen aus verschiedenen Organisationen lesen Sie in unserem HR-Adventskalender – inklusive Ausblick auf ihre Transformationsprojekte im nächsten Jahr. 22. Dezember: Daniel Krigl, HR-Leiter, Hiltl AG.

Herr Krigl, der Umbruch in Wirtschaft, Politik, Gesellschaft und Technologie zwingt Organisationen zur Transformation. Welche Transformationstreiber stehen für Sie generell und spezifisch für Ihr Unternehmen 2017 im Vordergrund?

Zentral ist hier die Frage: Was müssen wir tun um die soziale, gesellschaftliche und betriebswirtschaftliche Integration zu fördern? Die These, dass 90 Prozent der Probleme in Organisationen in der Kommunikation liegt, ist bekannt – bestärkt wird sie durch sprachliche und kulturelle Herausforderungen bei der interkulturellen Zusammenarbeit. Bei uns im Hiltl – mit Mitarbeitenden aus über 50 verschiedenen Nationen – ist das eine wichtige Erkenntnis, mit der wir arbeiten müssen. Der generell im Vordergrund stehende Transformationstreiber ist Bildung. Weiterbildung und Bildung setzen Denkprozesse in Bewegung, können das Welt- und Menschenbild in eine andere Richtung leiten und neue Perspektiven eröffnen. Daraus resultiert, dass wir dem Thema Bildung und Personalentwicklung einen hohen Stellenwert einräumen. Konkret sind wir für das Jahr 2017 in der Planung von Lerneinheiten von eineinhalb bis maximal vier Stunden. Diese Einheiten gestalten wir nach der klassischen «Train the Trainer»-Methode: Führungskräfte verschiedener Hierarchie-Ebenen sollen Wissensinhalte weitergeben. So möchten wir unsere Unternehmenskultur und -Werte in den Bildungssequenzen vervielfältigen.

Welchen Beitrag kann HR bei der Transformation Ihrer Organisation leisten und welche Rolle nehmen Sie dabei als HR ein?

Als HR-Abteilung übernehmen wir neben den klassischen HR-Aufgaben auch die der coachenden und beratenden Rolle ein. Um die Funktion des Coaches bzw. des Beraters kompetent auszuführen, müssen sich die HR-Mitarbeitenden klar von der restlichen Organisation abgrenzen. Das HR fungiert hier als Stabstelle mit Blick von aussen. Unser Wachstum in den letzten Jahren hat grosse Veränderungen für alle Bereiche mit sich gebracht. Diese Veränderungen müssen gemanagt werden, personell sowie fachlich. Wir bewältigen dies, indem wir die zentralen Themen der jeweiligen Abteilungen didaktisch und methodisch aufbereiten und in unseren Lerneinheiten vermitteln.

Inwiefern befindet sich die HR-Rolle generell und auch Ihre HR-Organisation selbst in einem Transformationsprozess und was sind dabei die wichtigsten Handlungsfelder?

Den Transformationsprozess unserer HR-Organisation haben wir dieses Jahr abgeschlossen. Die neue Grösse des Unternehmens bringt neue Herausforderungen mit sich wie beispielweise die Nutzung von Synergien oder die Koordination von verschiedenen Standorten. Entsprechend müssen wir eine neue Struktur aufbauen und Prozesse festigen. Bestehende administrative Abläufe haben wir hinterfragt und vereinfacht, damit effizient gearbeitet werden kann, ohne dass wir den Personalstand aufgestockt haben. Das gemeinsame Erarbeiten von neuen Prozessen mit dem Team schweisst zusammen. Als HR-Leiter ist es mir sehr wichtig, das gesamte Team in diese Entscheidungen zu integrieren – im Sinne von «Die Betroffenen zu Beteiligten machen.»

Welche konkreten Transformationsprojekte planen Sie für das nächste Jahr?

Wir konzentrieren uns 2017 vermehrt auf die internen Prozesse und die Förderung bestehender Mitarbeitenden – unser Fokus liegt bei der Personalentwicklung.

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Antonia Fischer
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