Adventsumfrage

HR-Adventskalender: «Fähigkeiten dazulernen oder verlernen»

Welchen Beitrag kann HR zur Transformation von Organisationen beitragen und inwiefern befindet sich HR selbst in einem Transformationsprozess? Die Antworten von HR-Verantwortlichen aus verschiedenen Organisationen lesen Sie in unserem HR-Adventskalender – inklusive Ausblick auf ihre Transformationsprojekte im nächsten Jahr. 20. Dezember: Hans C. Werner, Leiter Group Human Resources, Swisscom.

Herr Werner, der Umbruch in Wirtschaft, Politik, Gesellschaft und Technologie zwingt Organisationen zur Transformation. Welche Transformationstreiber stehen für Sie generell und spezifisch für Ihr Unternehmen 2017 im Vordergrund?

Die Digitalisierung ist sicher einer der zentralen Veränderungstreiber in Wirtschaft und Gesellschaft, der die Transformation von Swisscom in allen Bereichen prägt. Aber auch die immer schnelleren Veränderungszyklen an sich und die damit verbundene Unsicherheit über die Zukunft stellen einen wichtigen Transformationstreiber dar. Unternehmen müssen in diesem Umfeld agiler werden und dafür neue Zusammenarbeits- und Organisationsformen wie auch eine neue Führungskultur etablieren. Das bedingt sowohl ein anderes Mindset als auch neue Fähigkeiten nd Know-how im Umgang mit Unsicherheit und Veränderung sowie Leadership. Unseren Mitarbeitenden unter diesen Voraussetzungen attraktive Rahmenbedingungen und Unterstützung zu bieten, damit sie sich weiterentwickeln und arbeitsmarktfähig bleiben, ist für uns absolut zentral. Hier gilt es, die richtige Balance zu finden zwischen unserer Rolle als verantwortungsvolle Arbeitgeberin und der Eigenverantwortung der Mitarbeitenden.

Welchen Beitrag kann HR bei der Transformation ihrer Organisation leisten und welche Rolle nehmen sie dabei als HR ein?

Die HR-Vision «Menschen und ihre Beziehungen stehen bei uns im Zentrum, gemeinsam sind wir erfolgreich» prägt unser Selbstverständnis als HR-Organisation. Im Transformationskontext sehen wir unsere Rolle als Sparringspartner und Begleiter der Linienorganisation sowie als Experten für Organisationsentwicklung. Bei der Gestaltung und Umsetzung der Transformationsprozesse übernimmt HR deshalb Mitverantwortung und richtet den Blick auf die Wirksamkeit der Veränderungen im operativen Geschäft und in der Kultur sowie auf die Orchestrierung der verschiedenen Prozesse. Weiter unterstützen wir, indem wir die vielfältigen Anforderungen der Transformation auf der Ebene von HR-Prozessen und Instrumenten einbinden, wie beispielsweise durch einen Rahmen für Performance Management in agilen Arbeitsformen oder durch flexible Arbeitsmodelle.

Inwiefern befindet sich die HR-Rolle generell und auch ihre HR-Organisation selbst in einem Transformationsprozess und was sind dabei die wichtigsten Handlungsfelder?

Im Kontext der zunehmenden Digitalisierung muss auch HR seine Position finden. Für uns heisst das unter anderem, die Möglichkeiten der Digitalisierung in den HR-Prozessen konsequent zu nutzen und uns mit den Chancen und Grenzen von Datenanalyse und -einsatz im HR-Umfeld zu beschäftigen. Konkret arbeiten wir daran, Standardprozesse und Anliegen noch stärker zu automatisieren und digitalisieren und in der persönlichen Beratung der Mitarbeitenden und Vorgesetzten vor allem auf Spezialsituationen zu fokussieren.

Welche konkreten Transformationsprojekte planen sie für das nächste Jahr?

Zurzeit erarbeiten wir das «HR-Transformations-Canvas» für 2017, welche für die wichtigsten Transformationsthemen in HR die angestrebten Resultate zusammenfasst und aufzeigt, welche Fähigkeiten wir dazulernen oder verlernen müssen und wie wir das erreichen. Eines der Hauptthemen für nächstes Jahr ist sicherlich der fluide Einsatz der HR-Ressourcen im eigenen Bereich, aber auch die bereits erwähnte Digitalisierung sowie der damit verbundene Kulturwandel im Unternehmen.

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Antonia Fischer
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