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HR-Adventskalender: «HR als Herzstück jeder Transformation»

Welchen Beitrag kann HR zur Transformation von Organisationen beitragen und inwiefern befindet sich HR selbst in einem Transformationsprozess? Die Antworten von HR-Verantwortlichen aus verschiedenen Organisationen lesen Sie in unserem HR-Adventskalender – inklusive Ausblick auf ihre Transformationsprojekte im nächsten Jahr. 21. Dezember: Mario Dini, COO und CHRO, IT-Logix.

Herr Dini, der Umbruch in Wirtschaft, Politik, Gesellschaft und Technologie zwingt Organisationen zur Transformation. Welche Transformationstreiber stehen für Sie generell und spezifisch für Ihr Unternehmen 2017 im Vordergrund?

Unsere Haupttreiber im Markt sind im Bereich der Digitalisierung und allgemein im Bereich «Daten» zu finden. Die generelle Beschleunigung und Zunahme an Unsicherheiten in vielen externen Bereichen treibt das Bedürfnis für solide, datengetriebe Entscheidungen. Als Beratungsunternehmen bleiben bei uns intern die klassischen «People&Culture»-Fragen im Vordergrund: Wie finden wir die richtigen Leute? Wie integrieren, befähigen und behalten wir sie? Wie bilden wir sie aus und weiter – wie schaffen wir ein Wissensnetzwerk? Wie kreieren und erhalten wir die richtige Kultur? Wie stellen wir sicher, dass unsere Dienstleistungen dem Kunden den versprochenen Mehrwert bringen?

Welchen Beitrag kann HR bei der Transformation Ihrer Organisation leisten und welche Rolle nehmen Sie dabei als HR/COO ein?

Versteht man HRM als holistische, integrative Funktion, so ist sie Herzstück jeder Transformation. Es sind die Mitarbeitenden, welche die Transformation ermöglichen, sich ins Zeug legen und jeden Tag aufs Neue bei den Kunden die Extra-Meile gehen. Die Mitarbeitenden verbessern die Systeme und Prozesse und haben bahnbrechende Ideen. Die Mitarbeitenden schaffen und leben die Unternehmenskultur. Daher ist HRM mit all seinen Ausprägungen bei der ganzen Transformation absolut essentiell. HR gibt dabei Impulse, übernimmt eine Leadership-Funktion und stellt sicher, dass die Stossrichtung auf die Unternehmensstrategie abgestimmt ist

Inwiefern befindet sich die HR-Rolle generell und auch Ihre HR-Organisation selbst in einem Transformationsprozess und was sind dabei die wichtigsten Handlungsfelder?

HRM darf sich noch stärker vom früheren, administrativen Image emanzipieren und ein neues Selbstverständnis etablieren. Gelingt es dank geschickter HRM-Unterstützung, das Engagement der Mitarbeitenden positiv zu beeinflussen, wird man Nutzen von HRM direkt in der Bottom-Line ablesen können. Hier bietet sich den allermeisten Organisationen ein riesiges Potential. Unsere Dienstleistung wird von Menschen erbracht, die Technologie gezielt einsetzen – daher muss sich HRM direkt oder indirekt um 100 Prozent unserer Wertschöpfung kümmern. Wir befinden uns weniger in einer Transformation sondern vielmehr in einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess. Die wichtigsten Handlungsfelder sehen wir in den Bereichen Engagement, Kultur, Lernen und kontinuierlichem Feedback.

Welche konkreten Transformationsprojekte planen Sie für das nächste Jahr?

Neben der Kundenzufriedenheit hat die Mitarbeiterzufriedenheit bzw. das Mitarbeiterengagement für uns höchste Priorität. Deswegen werden wir auch im nächsten Jahr aktiv an unserer Unternehmenskultur arbeiten, unser Employer Branding stärken und noch mehr Ideen aus dem agilen Management in unserer Organisation etablieren. Kontinuierliches Feedback ist ein weiterer wichtiger Eckpfeiler unseres HRM-Projektportfolios im nächsten Jahr. Zudem werden wir den Rekrutierungsprozess gezielt verbessern, denn der Unternehmenserfolg beginnt damit, die richtigen Leute ins Boot zu holen.

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Antonia Fischer
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