Tagung für Gesundheitsförderung

Wo arbeiten wir im Jahr 2020?

Die diesjährige «Nationale Tagung für betriebliche Gesundheitsförderung» beschäftigte sich mit dem Arbeitsplatz der Zukunft.

«Das Büro ist tot, es lebe das Büro», brachte es der Referent Peter Schwehr, Leiter des Kompetenzzentrums Typologie & Planung in Architektur der Hochschule Luzern, auf den Punkt. Das Büro der Zukunft müsse allerdings neuen und vielfältigen Anforderungen gerecht werden. Zum einen werde das Büro immer mehr Ausdruck der Firmenkultur, zum anderen müsse es ein identitätsstiftender Ort für die Mitarbeitenden sein. David Bosshart, CEO des Gottlieb Duttweiler Instituts, plädierte für mehr Brüche als Alternative zu linearen Entwicklungen in der Arbeitswelt und erklärte, warum «immer mehr vom selben» nicht mehr aufgehen wird. 

Rund 600 Teilnehmer folgten der Einladung der Gesundheitsförderung Schweiz und des SECO zur «Nationalen Tagung für betriebliche Gesundheitsförderung 2012» an der Universität Zürich. Sie informierten sich über Referate und in Symposien über die Gestaltung zukunftstauglicher Arbeitsplätze, an denen die Menschen gerne arbeiten und gesund bleiben.

Technologische, demografische und ökonomische Entwicklungen beschleunigen die Wandlungsprozesse der Wirtschaft und machen Arbeitsmodelle komplexer. Im Prinzip, so wurde klar, kann jeder Ort bald schon zum Arbeitsplatz werden. Doch wie und wo Menschen arbeiten, wird auch immer Einfluss auf ihre physische und psychische Gesundheit haben. Die Gesundheit der Mitarbeiter im Auge zu behalten und mit dem stetigen Wandel Schritt zu halten, ist eine der grossen Aufgaben der Zukunft, auf die sich die Unternehmen einstellen müssen. Thomas Mattig, Direktor der Gesundheitsförderung Schweiz: «Angesichts der rasanten Veränderungen der letzten Jahre ist die Frage nach zukunftstauglichen Arbeitsplätzen, welche gleichzeitig die Gesundheit der Mitarbeitenden fördern, wirklich brisant geworden.»

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