Interview Leitung HR FESTIVAL europe 2026

«Das Festival soll ein Erlebnis sein, nicht nur ein Fachkongress»

Keine klassische HR-Messe, sondern ein kuratiertes Festival: Lea Maurer und Matthias Zimmermann erklären, warum beim HR FESTIVAL europe 2026 der Inhalt vor dem Verkauf steht – und wie sich dieses bewusst von anderen Branchenevents abhebt.

HR Today: Lea und Matthias, was ist der zentrale Anspruch des HR FESTIVAL europe 2026 – und was sollen die Besucherinnen und Besucher konkret mitnehmen?

Lea Maurer: Inspiration ist unser wichtigstes Ziel. Das Festival soll HR-Professionals konkrete Impulse geben – für ihre aktuelle Tätigkeit und ihre Zukunft. Wenn die Besucherinnen und Besucher danach zurück ins Unternehmen gehen und sagen: «Das habe ich gelernt» oder «Das könnte ich bei uns umsetzen», dann haben wir unser Ziel erreicht.

Matthias Zimmermann: Und es geht auch ums Netzwerk. Die HR-Professionals sollen sich austauschen, sich verbinden können – fachlich, aber auch menschlich. Das Festival soll ein Erlebnis sein, nicht nur ein Fachkongress mit Frontalbeschallung.
 

Was sind die wichtigsten Neuerungen in diesem Jahr?

Maurer: Wir führen das Konzept der Silent Stages flächendeckend ein. Letztes Jahr haben wir es mit einer Bühne getestet – das Feedback war sehr gut. Das Publikum kann sich besser konzentrieren, und die Ausstellenden werden weniger vom Bühnenlärm gestört. Neu gibt es auch eine Meeting Lounge direkt beim Eingang, in Kooperation mit Jysk – mit Sofas und einer offenen Atmosphäre.

Zimmermann: Ein weiteres Highlight ist der Acoustic Workspace eines Ausstellers, in den man sich für kurze Zeit zurückziehen kann, beispielsweise um kurz zu arbeiten. Zudem finden die Panel Discussions neu auf der Main Stage statt. Sie werden alle – wie auch alle Keynotes – dreisprachig übersetzt. Auch der «Swiss HR Award» erhält dort eine grössere Bühne, was ihn deutlich aufwertet.
 

Wie sieht die Programmgestaltung aus? Und nach welchen Kriterien kuratiert ihr die Inhalte?

Maurer: Wir achten auf Vielfalt und Relevanz. Es soll nicht viermal das gleiche Thema geben. Und bei den Keynotes müssen Namen mit Strahlkraft dabei sein – dieses Jahr Alt-Bundesrätin Doris Leuthard, der Digitalisierungs- und KI-Experte Sascha Lobo und der Ex-Geheimagent Leo Martin. Letzterer etwa bringt ein spannendes Thema aus der Welt der Verhaltensanalyse – ideal für HR-Professionals, die Menschen verstehen müssen.

Zimmermann: Wir setzen auf eine Mischung aus Bekanntem und Unerwartetem. Der Prozess ist nicht starr, sondern fliessend – wir reagieren auch auf aktuelle Trends. Qualität steht aber über allem.  

Interviewzitat von Matthias Zimmermann: Das Festival soll ein Erlebnis sein, nicht nur ein Fachkongress mit Frontalbeschallung.

Was sollte man abseits der Keynotes auf keinen Fall verpassen?

Zimmermann: Die Vielfalt der 180 Ausstellenden – das ist ein echtes Highlight.

Maurer: Und die vielen Input-Referate: Sie zeigen die ganze Themenbreite des Festivals. Die Stimmung in der Halle ist einzigartig – lebendig, inspirierend und nie langweilig.
 

Was macht das besondere Flair des HR FESTIVAL europe aus?

Maurer: Es sind die Details. Wir gestalten auch Räume, die man schnell übersehen könnte. Zum Beispiel den Eingangsbereich – den könnten wir einfach grau lassen. Aber wir fänden das trostlos. Wir wollen, dass sich die Leute willkommen fühlen. Das Festival ist kein Verkaufsraum, sondern ein kuratierter Ort mit Atmosphäre.

Zimmermann: Zentral sind zudem die Inhalte – das zeigen die Silent Stages und Speed-Meetings. Es geht um Dialog statt Dauerbeschallung. Und: Wir investieren jedes Jahr neu – auch in Überraschungsmomente.
 

Welche Formate sind besonders für Networking geeignet?

Maurer: Die Speed-Meetings mit Anbietern boomen, deshalb empfehlen wir eine frühe Buchung. In 15 Minuten erhalten die Besuchenden einen kompakten Überblick. Wer will, kann dann direkt beim Stand weiterdiskutieren. Dazu gibt es die Meeting Lounge beim Eingang, die Member Lounge für «HR Today»-Member und die beliebte Networking Party am ersten Abend – alle bieten Gelegenheiten zum Austausch.

Zimmermann: Auch findet wieder der «HR Today Podcast» live an unserem Messestand statt – ein zusätzlicher Ort für Inhalte und Begegnung.  
 

Wie funktioniert die Anmeldung – was ist wichtig zu wissen?

Zimmermann: Für den Eintritt braucht man ein reguläres Ticket. Für die Speed-Meetings ist eine separate Anmeldung erforderlich, denn es sind maximal 25 Teilnehmende pro Slot möglich. Wer teilnehmen will, sollte sich rechtzeitig anmelden.

Maurer: Die Besuchenden planen ihren Tag oft wie ein Festival: morgens ein Referat, dann ein Speed-Meeting, später eine Keynote. Wer früh bucht, kann sich das ideale persönliche Programm zusammenstellen. Auch die Networking Party – diesmal mit der Ausnahme-Violinistin Laura Zimmermann und DJ Lyam Cruz – muss im Ticketing-Prozess separat dazugebucht werden. Essen und Getränke sind inbegriffen.

Interviewzitat von Lea Maurer: Wir achten auf Vielfalt und Relevanz. Und bei den Keynotes müssen Namen mit Strahlkraft dabei sein – dieses Jahr etwa Alt-Bundesrätin Doris Leuthard.

Was bietet ihr speziell für «HR Today»-Member?

Maurer: Sie erhalten Zugang zur exklusiven Member Lounge by Lunch-Check – eine Ruhezone mit Sofas und Hochtischen. Zudem können je nach Firmenmitgliedschaft bis zu 20 Eintrittstickets kostenlos gelöst werden. Es kann also das ganze HR-Team profitieren.

Zimmermann: Die Member Lounge für «HR Today»-Member wird jedes Jahr besser genutzt. Anfangs war sie kaum bekannt – heute ist sie ein beliebter Festival-Bestandteil.
 

Wie finden sich Besuchende auf dem Gelände zurecht?

Maurer: An jeder Bühne gibt es Screens mit dem Programm. Zudem verteilen wir am Eingang den Festival Guide mit Hallenplan sowie Übersicht aller Stages und Slots.

Zimmermann: Die Signaletik ist besonders wichtig – gerade bei über 6000 Besucherinnen und Besucher. Wir optimieren die Ausschilderung jedes Jahr, entsprechend auch für die Speed-Meetings und die Lounge-Zonen.
 

Was sind die grössten operativen Herausforderungen bei einem Event dieser Grösse?

Maurer: Die Koordination im Vorfeld: Ticketing, Aufbau, Kommunikation mit Ausstellenden und Besuchenden – das muss wie ein Uhrwerk funktionieren. Da sind regelmässige Team-Meetings unerlässlich. Und vor Ort sind Besucherführung und Ausschilderung zentral.

Zimmermann: Und die Koordination des grossen Teams. Vor Ort arbeiten rund 60 bis 70 Personen. Viele sind neu, da braucht es klare Abläufe, gute Schulung und ein letztes Briefing vor Ort.
 

Welche Massnahmen setzt ihr im Bereich Nachhaltigkeit um?

Maurer: Wir arbeiten in Kooperation mit FILL ME und Kärcher wieder mit Glasflaschen und Wasserstationen statt PET-Flaschen. Zudem verwenden wir die Lanyards und die Signaletik wenn möglich mehrfach und verzichten auf ausgedruckte Tickets zugunsten einer Badge-Ausgabe vor Ort.  
 

Worauf freut ihr euch persönlich am meisten?

Maurer: Auf das Programm der Main Stage, die Panel Discussions sowie die Präsentation der Trendstudie der FHNW und von «HR Today» zum Thema KI im HR. Und natürlich auf die Pitches um den «Swiss HR Award».

Zimmermann: Ich zusätzlich auf die Start-up Stage mit 16 jungen Unternehmen. Sie ist ein fester Bestandteil des Festivals geworden. Und als Fussballfan natürlich auf Beni Huggel, der eine Diskussion zu Mindset moderieren wird.

Gelbes Veranstaltungsplakat «Keynotes» des HR Festival Europe mit drei Referaten: 24. März, 09:15 Uhr, Doris Leuthard, Alt-Bundesrätin und VP Coop-Gruppe, Thema «Verantwortung tragen, Zukunft gestalten – eine Leadership-Perspektive»; 24. März, 14:15 Uhr, Sascha Lobo, Digitalisierungsexperte und Autor, Thema «Wie KI die Welt verändert und was das fuer die Zukunft von HR bedeutet»; 25. März, 09:15 Uhr, Leo Martin, Ex-Geheimagent, Kriminalist und Autor, Thema «Geheimwaffe Vertrauen – die Kunst, Menschen zu gewinnen». Rechts jeweils schwarz-weisse Porträtfotos der Referierenden, schwarzes und gelbes Layout mit HR Festival Europe Logo oben rechts.

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Daniel Thüler

Daniel Thüler, Chefredaktor HR Today, daniel.thueler@hrtoday.ch

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