HR-Team des Monats

Das HR-Team der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern

Die rund 1000 Mitarbeitenden der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion (BVE) des Kantons Bern erbringen vielfältige Dienstleistungen gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern. Die Kernaufgaben liegen in den Themen Energie, Wasser, Umwelt, Mobilität, Verkehr, Strassen, Grundstücke, Gebäude, Geoinformation und Vermessung. Interessen- und Zielkonflikte gehören zu den täglichen Herausforderungen. Den wachsenden und anspruchsvoller werdenden Aufgaben stehen zunehmend beschränkte finanzielle und personelle Mittel gegenüber. Betreut werden die Mitarbeitenden von einem HR-Team, das aus neun Teilzeitangestellten, einer Lernenden und einer Hochschulpraktikantin besteht.

Frau Gilgen, was macht Ihr HR-Team speziell?

Karin Gilgen: Wir sind unterschiedliche Persönlichkeiten und genauso vielfältig sind unsere Kompetenzen, Erfahrungen und Stärken. Besonders stolz bin ich auf das grosse Engagement und die Professionalität, mit dem meine Mitarbeitenden unsere Kunden beraten. Wir unterstützen Führungskräfte und Mitarbeitende aus acht Ämtern mit acht unterschiedlichen Kulturen. Das hält flexibel und funktioniert, weil wir den Dienstleistungsgedanken in den Vordergrund stellen.

Haben Sie gemeinsame Rituale?

Wir gehen morgens gemeinsam in die Znüni-Pause. Wenn jemand in den Ferien oder sonst länger abwesend war, steht am ersten Arbeitstag eine Willkommenskarte des Teams auf dem Pult. Und aktuell sind wir wieder am Weihnachtswichteln und freuen uns über kleine Wichtelgeschenke.

Wenn Sie Ihr Personalbudget verdoppeln könnten, wofür würden Sie das Geld ausgeben?

Der Kanton muss mit dem aktuellen Sparpaket viel Geld einsparen. Davon betroffen sind nebst Aufgaben, mit denen man sich identifiziert, auch die Gehälter der Kantonsmitarbeitenden. Da wir mit unserem Abteilungs-Budget jedoch keinen Einfluss auf die Gehälter des Kantons nehmen können, würden wir unsere HR-Prozesse vermehrt über professionelle IT-Tools abwickeln, um effizienter zu sein – beispielsweise mit einem E-Recruiting. Und wir hätten viele Projektideen: Heute gibt es praktisch kein Personalmarketing; wir könnten mehr ins betriebliche Gesundheitsmanagement investieren; könnten mit Lernenden eine Projektwoche durchführen usw.

Woran arbeiten Sie und Ihr Team zurzeit?

Der demographische Wandel und der Fachkräftemangel in unserem technisch geprägten Umfeld beeinflussen unseren Alltag. So beschäftigen wir uns mit der Rekrutierung von Fachkräften und Lernenden, mit Nachfolgeplanung und Wissenstransfer. Zudem begleiten wir eine Reorganisation eines Amtes und etablieren ein Kompetenzenmanagement. Wir unterstützen also Vorgesetzte in all ihren Fragen rund um die Personalführung.

Wo sehen Sie langfristig Herausforderungen?

Dass wir uns auf dem Arbeitsmarkt als attraktiver Arbeitgeber behaupten und Fachkräften nachhaltig attraktive Arbeitsbedingungen bieten können. Zudem sollen trotz einschneidender Sparmassnahmen beim Kanton die Motivation und Gesundheit der Mitarbeitenden erhalten bleiben. Schliesslich sollen die Mitarbeitenden mit einer kontinuierlichen Personalentwicklung für zukünftige Anforderungen fit gemacht werden.

Was macht einen guten HR-Menschen aus?

Ein guter HR-Mensch nimmt die Brückenfunktion zwischen Organisations- und Mitarbeitenden-Interessen optimal wahr. Zudem trägt sie oder er dazu bei, dass tragfähige Lösungen gefunden werden. Der HR-Mensch ist integer, empathisch, objektiv, hat ein positives Menschenbild und arbeitet dienstleistungsbewusst.

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Franziska Meier ist Redaktorin und Produzentin mit langjähriger Erfahrung im Zeitungs- und Zeitschriftenbereich. Als Chefredaktorin des Magazins «fit im job» sowie als Fachredaktorin der Zeitschrift «HR Today» hat sie sich auf das Thema «Mensch, Arbeit & Gesundheit» spezialisiert. Zu ihren journalistischen Schwerpunkten gehören insbesondere Persönlichkeitsentwicklung, Coaching, Stressprävention und betriebliches Gesundheitsmanagement. Achtsamkeit praktiziert sie manchmal im Schneidersitz, öfter jedoch auf ihren Spaziergängen rund um den Türlersee.

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