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Wird uns KI vor der Repetition retten?

Neu gibt es die Editorials aus unserem Newsletter auch zum Hören! Heute stelle ich mir die Frage: Was ist eigentlich los mit dieser lästigen Arbeit und was hat KI damit zu tun?

Die Editorials aus dem Newsletter von HR Today (hier anmelden!) sind neu auch als Audioformat verfügbar!

Online-Redaktor Robin Adrien Schwarz geht darin Dingen auf den Grund, die er an der Arbeitswelt – oder auch der der Welt im Allgemeinen – etwas merkwürdig und bedenkenswert findet. Oder schön. Oder wundersam. Und glauben Sie uns: Irgendwie hat alles mit der Arbeitswelt und HR zu tun. Ob Blumen, mittelalterliche Literatur, Bahnhofsmusiker oder Horrorfilme. 

Gut, die meisten von uns arbeiten jeden Tag. Kein Wunder also, hat alles mit der Arbeitswelt zu tun. 

 


Lästige Arbeit, bäh! 

Genau das soll uns KI nun abnehmen! Juchu! 

Nur: Bei dieser Verlautbarung wird gerne offen gelassen, was denn «lästig» ist (und für wen) – und wer darüber entscheidet, was lästig ist (und was nicht). Oder dürfen Sie das etwa selbst? 

Spart der KI-Einsatz acht Stunden, dürfte es dem Durchschnittsbetrieb egal sein, ob das für Sie acht lästige oder spassige Stunden sind. Zeit ist Geld; und «Spass» entscheidet ökonomisch zuallerletzt. 

Das Ende des Lästigen entpuppt sich eher als Urteil darüber, was für ein Unternehmen (nicht für Sie) lästig ist, nämlich: Geld ausgeben, das man auch nicht ausgeben oder effizienter ausgeben könnte. Ich empfehle nicht, diese These zu testen. Das könnte in einem (für Sie) lästigen Gespräch enden. 

Das «Automatisieren repetitiver Arbeit» ist die neutraler formulierte Version desselben Zwecks – obschon wir freilich auch Repetition schnell als lästig empfinden (damit bin ich bestens vertraut). 

Nun haben Firmen immer schon Dinge automatisiert. Mit KI tun sie das jetzt, weil KI das gut kann, was KI eben (angeblich) gut kann: Ihren Job*. Kurzum: Man tut es, weil man es kann (und weniger, weil man Ihnen einen Gefallen damit tun will). Selten fragt man sich aber, ob man alles tun muss, weil man es soll, weil man es kann. 

Dabei kann Repetition meditativ sein! Häkeln, Gym, Gemüse rüsten, Techno, Mandalas, you name it. Erholung für Ihr und mein Gehirn. Durchatmen. 

Lästig und so gar nicht meditativ ist Repetition nur unter Zeitdruck (dazu auch der heutige Redaktionsblog) – und wenn sie uns dazu unsinnig erscheint. Immer auf Hochtouren geht nicht. 

Wir neigen Gefahr, wegzurationalisieren, was unseren Schädelcomputer unter den richtigen Bedingungen vor Überhitzung schützt. 

Das kostet am Ende mehr Geld – und Menschen – als ein paar eingesparte Stunden. 

*soll KI angeblich dieses und jenes besser machen als Sie, fragen Sie sich: wirklich? Lassen Sie sich nicht kleinreden. Haben Sie Selbstvertrauen! Und Mut! 

Wirklich beste Grüsse!

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Porträt einer Person mit mittellangem, leicht gewelltem Haar und Bart, vor einem neutralen, strukturierten Hintergrund. Die Person trägt ein Hemd mit kleinen Punkten, schaut leicht zur Seite und lächelt subtil. Das Bild ist in Schwarz-Weiss gehalten.

Robin Adrien Schwarz ist Online-Redaktor bei HR Today. Er befasst sich vor allem mit Themen am Überschneidungspunkt von Politik, Gesellschaft und Technologie. rs@hrtoday.ch

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