Adventsserie 2019 – Collaboration matters: Beitrag 6

«Digital Workspace»: Mitarbeiter*innen in der Nutzung unterstützen

Die Einführung eines «Digital Workspace», der Umgang mit der Toolvielfalt und die Einübung neuer Arbeitsweisen ist für viele Unternehmen und deren Mitarbeiter*innen eine grosse Herausforderung. Auch Technologiefirmen wie die SIX Group müssen sich dieser Aufgabe stellen. Im Gespräch zeigt Karl-Ludwig Knispel, Head Learning & Development der SIX Group, auf, mit welchen Massnahmen und welcher Unterstützung neue Tools implementiert, und eine neue Lern- und Arbeitskultur eingeführt werden kann.

Welchen Stellenwert haben Kollaborationstechnologien bei SIX und welche sind im Einsatz?

Karl-Ludwig Knispel: Collaboration ist einer der vier zentralen Kernwerte unserer SIX Spirit Kultur-Initiative. Diese beschreibt, wie wir bei SIX zusammenarbeiten. Collaboration zeigt auch die Richtung an, in die wir uns weiterentwickeln wollen. Damit verbunden haben auch Kollaborationstechnologien einen hohen Stellenwert. Es gibt diverse Tools, bspw. nutzen unsere Teams Confluence zum Wissensaustausch und zur Dokumentation oder JIRA zur Steuerung von Aufgaben und Kanban-Visualisierung in agilen Projekten. Digitale Lernangebote im Rahmen unserer SIX Academy vermitteln Wissen zur Benutzung der Tools.

Viele sind von der Toolvielfalt überfordert, die heute in Unternehmen zur Verfügung gestellt wird. Wie geht SIX damit um? Gibt es bewährte Vorgehensweisen oder wird dies den Mitarbeitenden überlassen?

Zurzeit stellen wir auf Office 365 und MS Teams um. Die Mitarbeiter*innen werden in der Nutzung des neuen «Digital Workspace» nicht allein gelassen. Ein speziell ausgebildetes Team von Collaboration-Coaches, sogenannten «DWS Champions» begleitet unsere Mitarbeitenden. So werden z.B. spezielle Use Cases, also Anwendungsfälle, erprobt und geschult, in denen die veränderte Arbeitsweise der virtuellen Zusammenarbeit und Nutzung dieser Tools angeleitet wird. Digitale Lernangebote ergänzen das Unterstützungsangebot. Weiterhin bauen wir eine companyweite Collaboration- und Wissens-Community über alle Business Units hinweg und sogar mit unseren Partnern auf.

Zurzeit wird viel von KI, AR, VR und Blockchain gesprochen. Sind dies auch Themen, die die digitale Zusammenarbeit bei SIX betreffen?

Ja. Konkret beteiligen wir uns am Start-up Incubator F10, wo wir junge Gründer die u.a. mit Geschäftsanwendungen für dies Themen unterwegs sind, fördern. Vor allem Blockchain ist für uns eine wichtige Schlüsseltechnologie. Sie ist der technologische Grundstein einer vollständig regulierten Handelsplattform SIX Digital Exchange (SDX). Damit schaffen wir die weltweit erste Handelsplattform für Digitale Vermögenswerte und Assets, die Trading, Abwicklung und Verwahrung von Aktien, Fonds oder Anleihen durch deren sogenannte digitale «Tokenisierung» vollumfänglich anbietet.

«Die Mitarbeiter*innen werden in der Nutzung des neuen Digital Workspace nicht allein gelassen», Karl-Ludwig Knispel, Head Learning & Development, SIX Group

Massnahmen für die Einführung des «Digital Workspace» bei SIX Group:

  1. Collaboration ist einer der vier zentralen Kernwerte der SIX Spirit Kultur-Initiative.
  2. Digitale Lernangebote im Rahmen unserer SIX Academy vermitteln Wissen zur Benutzung der Tools.
  3. Die Mitarbeiter*innen werden in der Nutzung des neuen «Digital Workspace» nicht allein gelassen.
  4. Collaboration Coaches begleiten die Mitarbeiter*innen.
  5. Veränderte Arbeitsweise der virtuellen Zusammenarbeit und Nutzung der Tools werden angeleitet.
  6. Aufbau einer companyweiten Collaboration- und Wissens-Community über alle Business Units und mit Partnern.

(Quelle SIX Group 2019)

 

Die Zusammenarbeit mit KI-basierten Systemen wird an Bedeutung zunehmen. Im nächsten Beitrag geht es darum um die Kollaboration mit intelligenten Systemen.

 

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Foto von Daniel Stoller-Schai.

Daniel Stoller-Schai ist durch seine mehrjährigen Praxis davon überzeugt, dass Kollaboration der Schlüssel zum Erfolg in Netzwerkorganisationen ist. Die Strategien, Methoden und Kompetenzen dazu, entwickelt er als Change Companion der Firma Collaboration Design zusammen mit seinen Kunden. Als Manager für digitale Lern- und Arbeitstechnologien hat er bei Phonak, UBS, CREALOGIX sowie in weiteren Firmen und Startups Kundenprojekte umgesetzt und Erfahrungen mit dem globalen Einsatz internetgestützter Lern- und Arbeitsprojekten gesammelt. Diese Erfahrungen gibt er auch als Programmleiter am Institut für Kommunikation & Führung, Luzern und als Head Advisory Board der LEARNING INNOVATION Conference weiter.

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