Adventsumfrage

HR-Adventskalender: «Transformation 2.0»

Welchen Beitrag kann HR zur Transformation von Organisationen beitragen und inwiefern befindet sich HR selbst in einem Transformationsprozess? Die Antworten von HR-Verantwortlichen aus verschiedenen Organisationen lesen Sie in unserem HR-Adventskalender – inklusive Ausblick auf ihre Transformationsprojekte im nächsten Jahr. 6. Dezember: Bettina Kurth, Head HR Switzerland, Swiss Life AG.

Frau Kurth, der Umbruch in Wirtschaft, Politik, Gesellschaft und Technologie zwingt Organisationen zur Transformation. Welche Transformationstreiber stehen für Sie generell und spezifisch für Ihr Unternehmen 2017 im Vordergrund?

Generell beschäftigt die Organisation die fortschreitende Digitalisierung und spezifisch die damit einhergehende Veränderung von Prozessen und damit verbundene Veränderung von Rollen, Funktionen und Anforderungen an die Kompetenzen der Mitarbeitenden. Als grösster Anbieter von Vorsorge- und Finanzlösungen in der Schweiz ist für uns die steigende Lebenserwartung bzw. Langlebigkeit ebenfalls ein wichtiges Thema, bei dem wir sowohl in der öffentlichen Diskussion aber auch unternehmensintern einen Beitrag leisten möchten.

Welchen Beitrag kann HR bei der Transformation Ihrer Organisation leisten und welche Rolle nehmen Sie dabei als HR ein?

Die Transformation betrifft einerseits HR selbst als Organisation und andererseits stellt diese Herausforderungen an HR als «Enabler» in der Unterstützung der Veränderung. Sowohl die Befähigung der Mitarbeitenden im Rahmen der Veränderungskompetenz als auch lebenslanges Lernen im Rahmen der Initiative «Berufsleben aktiv gestalten» stehen dabei im Vordergrund.

Inwiefern befindet sich die HR-Rolle generell und auch Ihre HR-Organisation selbst in einem Transformationsprozess und was sind dabei die wichtigsten Handlungsfelder?

Grundsätzlich stellen sich für HR dieselben Herausforderungen wie für andere Bereiche in der Organisation. Im Vordergrund steht der Erhalt und die Entwicklung von Veränderungskompetenz und Agilität sowie die Befähigung im Umgang mit Ambivalenz.

Welche konkreten Transformationsprojekte planen Sie für das nächste Jahr?

Wir wollen unsere Mitarbeitenden dabei unterstützen, die Chancen und Herausforderungen des Berufslebens über alle beruflichen Lebensphasen hinweg optimal zu gestalten. Hierfür fördern und fordern wir drei wesentliche Erfolgsfaktoren: «Employability – Arbeitsmarktfähigkeit durch stetige Weiterentwicklung», «Diversity – Vielfalt als Erfolgsfaktor» und «Work Ability – Arbeitsfähigkeit durch Vereinbarkeit, Motivation und Gesundheit». So möchten wir die individuellen Ressourcen stärken und die unterschiedlichen betrieblichen Anforderungen und persönlichen Bedürfnisse während den verschiedenen Lebensphasen berücksichtigen. In den vergangenen Jahren haben wir bei Swiss Life mit grossem Ehrgeiz an der verbesserten Kundenorientierung und dem entsprechenden Verhalten unserer Mitarbeitenden gearbeitet. Nun gehen wir in eine Transformation 2.0. Dies bedeutet zum Beispiel, dass wir im Kunden-Service Center, in den eigenen Vertriebskanälen und auch bei unseren Partnern die Begeisterung für die digitalen Möglichkeiten wecken und traditionelle Arbeitsweisen hinterfragen. Wie machen wir uns die neuen Tools zu Nutze? Wie kommunizieren wir künftig mit unseren Kunden auf derselben digitalen Augenhöhe? Welche digitalen Angebote erwarten unsere Kunden von uns? Wir sind der Überzeugung, dass der persönliche Kundenkontakt durch die digitalen Zugänge nicht an Bedeutung verliert. Im Gegenteil: Er wird noch viel wichtiger und findet künftig in einer ganz anderen Qualität statt, da unsere Kundinnen und Kunden viel besser vorbereitet mit uns in Kontakt treten. Darauf wollen wir optimal vorbereitet sein.

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Antonia Fischer
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