Führungsleitlinien scheitern selten am Inhalt, sondern an fehlender Akzeptanz. Die Schaffhauser Stadtverwaltung hat in zehn Monaten aus einem HR-Auftrag einen Beteiligungsprozess mit Verbindlichkeit gemacht. Wie hat sie das geschafft?
Niedriges Aktivitätsniveau, Changemüdigkeit, mangelnde Kommunikation, latente Spannungen, destruktive Kräfte – das sind Problemfelder, die den Unternehmenserfolg schmälern oder ganze Organisationen in Gefahr bringen können. Die Symptome sind schwer fass- und adressierbar. Zwar können sie als «Bauchgefühl» wahrgenommen werden, diese weichen Faktoren jedoch objektiv zu messen, wird oftmals für unmöglich gehalten.
Seit 2005 können Jugendliche eine neue Lehre zur Restaurationsfachperson für Systemgastronomie in Angriff nehmen. Sie dauert drei Jahre und lehrt die Auszubildenden facettenreiche Bereiche, die vor allem für die Arbeit in Restaurantketten wichtig sind. Diesen Sommer haben die ersten Lernenden die Ausbildung erfolgreich abgeschlossen.
Mit der Globalisierung hat sich der Wettbewerbsdruck unter den Unternehmen intensiviert. Die flexible «Just in time»-Nutzung der Arbeitskraft bildet eine Antwort der Unternehmen auf den gestiegenen Kostendruck. Seit Beginn der neunziger Jahre erhalten befristete Arbeitsformen, darunter auch Temporärarbeit, daher weltweit Auftrieb.
Neunzig Prozent der Schweizer Angestellten haben als direkten Vorgesetzten einen Chef aus dem mittleren und unteren Kader. Diese Führungsleute brauchen eine solide Ausbildung, damit sie in schwierigen Situationen, aber auch im Alltag richtig reagieren. Doch leider hat sich diese Erkenntnis noch nicht überall durchgesetzt, wie eine Studie der Schweizerischen Vereinigung für Führungsausbildung zeigt.
Stellen Sie sich vor, Sie seien ein Jugendfreund von Weltklasse-Torhüter Oliver Kahn. Olli feiert seinen 30. Geburtstag und Sie als «dienstältester» Freund sind sein Ehrengast. Während des Abendessens nimmt Olli Sie zur Seite, um ein persönliches Thema anzusprechen: «Es geht um den Erhalt meiner Arbeitsfähigkeit. Ich habe noch fünf bis sieben Jahre in der Weltklasse vor mir. Was ist aus deiner Sicht als HR-Profi die optimale Strategie zum Erhalt meiner Arbeitsfähigkeit?»
Wer fit im Beruf und damit arbeitsfähig bleiben will, muss sich das ganze Leben lang aus- und weiterbilden. Dabei reicht es nicht mehr, nur Neues im alten Job zu lernen. Die moderne Arbeitswelt verlangt besonders von älteren Mitarbeitenden immer öfter auch einen Wechsel in ein neues Berufsbild.
Gleiches Angebot für alle oder jedem Tierchen sein Pläsierchen? Oft besteht Personalentwicklung einerseits aus einem Talent- und Führungsentwicklungsprogramm und andererseits aus einer breiten Palette von Angeboten, die Mitarbeitende nach eigenem Bedarf nutzen. Doch reicht dieses Konzept in der heutigen Zeit noch?
Die Schweizerische Post hat seit 2005 über 300 langjährigen Mitarbeitenden berufsbegleitend zu einem eidgenössisch anerkannten Berufsabschluss verholfen. Das Projekt ValiPoste basiert auf den Bestimmungen des neuen Berufsbildungsgesetzes und hat nationalen Vorbildcharakter. Verantwortliche, Ausbildner und Auszubildende hatten dabei mit einigen Hindernissen zu kämpfen.
Die Arbeitsfähigkeit ihrer Mitarbeitenden zu erhalten, ist für Schweizer Grossfirmen ein immer wichtigeres Thema. Allerdings setzen sie dabei nicht primär auf den internationalen «Work Ability Index», sondern auf eigene Messinstrumente und Prozesse im Bereich der betrieblichen Gesundheitsförderung.
Arbeitsfähigkeit ist die Grundlage für eine funktionierende Wirtschaft. Sie entsteht aus dem Zusammenspiel zwischen dem Einzelnen und seiner Arbeit. Sie kann abnehmen, gleich bleiben oder steigen. Der Work Ability Index macht die Arbeitsfähigkeit messbar. Doch weil dafür individuelle Gesundheitsdaten verwendet werden, ist die Gefahr von Missbrauch gross.