Klassische «Old-Boy-Networks» wie Studentenverbindungen, Militärseilschaften, Zunft- und Clubzugehörigkeiten sorgen unter Männern seit Jahrhunderten für einen Beziehungskitt von wirtschaftlicher Relevanz. Als Antwort darauf sind in den letzten Jahren immer mehr Netzwerke entstanden, die exklusiv für Frauen zugänglich sind. Geschlechtergetrennte Netzwerke scheinen einem Bedürfnis der Beziehungspflege zu entsprechen. Warum nur?
Vorbildliche Personalarbeit hat viel mit Beziehungspflege zu tun. Doch wie gut ist die Schweizer HR-Szene eigentlich selbst vernetzt? Neben den einschlägig bekannten HR-Verbandsnetzwerken und unzähligen Branchenplattformen gibt es in der Schweiz auch einige exklusive Zirkel, die nur einem handverlesenen Kreis zugänglich sind. Ein Einblick.
Mehr als 70 Prozent aller Führungspositionen werden über Beziehungen besetzt. Für Gastautor Leopold Hüffer ist es keine Frage: Wertvolle private Beziehungsgeflechte dienen der Prävention vor persönlichem wirtschaftlichem Misserfolg und sind zugleich Karrierebeschleuniger par excellence.
Führen heisst, Leute um sich zu scharen, um mit ihnen gemeinsame Ziele zu erreichen. Führung hat also viel mit Gefolgschaft für gemeinsame Ziele zu tun. Wie aber erreicht man für gemeinsame Ziele Gefolgschaft?
Jenny Dinich-Seitner ist seit rund drei Jahren Director Human Resources bei der Schweizer Luxus-Uhrenmanufaktur IWC in Schaffhausen. Die gebürtige Australierin führt ein elfköpfiges Team und trägt die Verantwortung für die 1250 rund um den Globus stationierten Mitarbeitenden.
Vor knapp drei Jahren ins väterliche Unternehmen eingetreten, ist Sarah Trümpy heute CEO der Gesko AG, einem im Glarus ansässigen Kleinunternehmen, welches den bekannten Glarner Schabziger produziert und in alle Welt exportiert. Wir haben Sarah Trümpy zu ihrem persönlichen «Karriere-Rezept» befragt.
Ende November 2014 hat der Bundesrat mit dem Beschluss, für Verwaltungsräte und Geschäftsleitungen von grossen börsenkotierten Firmen eine 30-Prozent-Frauenquote einzuführen, für eine kleine Sensation gesorgt. Ein Beschluss, der nicht zuletzt dem Engagement von Simonetta Sommaruga zugeschrieben wird. Die Bundespräsidentin im Gespräch mit HR Today über die Quote, ihren Werdegang an die Macht und die Frauenförderung in ihrem eigenen Departement.
Emmanuelle Roger ist seit rund anderthalb Jahren weltweit oberste HR-Chefin bei der Triumph International Gruppe. Beim traditionsreichen Unterwäschehersteller hat sich die Französin seitdem als fähige Change-Managerin bewiesen und das Unternehmen für die Herausforderungen der sogenannten New Economy fit gemacht.
Frauen sind auf dem Vormarsch. Zwar sind sie in Führungspositionen noch immer deutlich untervertreten, erhalten noch immer weniger Lohn für die gleiche Arbeit und tragen noch immer hauptsächlich die Last der Familienarbeit, doch auf dem Weg zur Gleichstellung macht die Schweiz immerhin weitere Schritte in die richtige Richtung.
Wo steht die Schweiz im internationalen Vergleich in Sachen Gleichstellung? Und was braucht es, damit mehr Frauen Führungspositionen übernehmen? Sylvie Durrer, Direktorin des Gleichstellungsbüros, liefert eine Einschätzung und äussert sich zur Frauenquote, die sie als eine Massnahme unter vielen sieht.