Von null auf hundert in zehn Jahren: Alexander Brochier stieg mit 30 Jahren ohne entsprechende Ausbildung ins HR ein, und wurde bereits mit 40 Personalleiter von Kuoni. Ein hohes Tempo liegt ihm. Dass er eine solch zackige Karriere hinlegen würde, hätte er in seinen jungen Jahren allerdings nicht gedacht. Da war ihm Kunstturnen wichtiger als gute Noten.
Gemäss einer Studie des Lausanner Hochschulinstituts für öffentliche Verwaltung IDHEAP wird die grösste Herausforderung für Führungskräfte in Zukunft darin liegen, in einem komplexen Umfeld mit beschränkten Ressourcen zurechtzukommen. Und: Sie werden in einer zunehmend vernetzten Welt mehr denn je unternehmerisch denken und handeln müssen.
Der von Zürich aus tätige Headhunter Bjørn Johansson, seit über 30 Jahren im Executive-Search-Geschäft, gewährt Einblick in seinen Berufsstand sowie in die Entwicklung des Marktes.
Die Executive-Search-Branche ist in Bewegung. Die Einstiegshürden sind niedrig, Anbieter treten in den Markt ein und wieder aus. Das ist auch deshalb möglich, weil heute Mandate weniger aufgrund von gewachsenen Beziehungen vergeben werden. Zwei erfahrene Headhunter lassen sich über die Schulter schauen und erklären, worauf es wirklich ankommt.
Die Welt von heute ändert sich rasant. Altbekannte Märkte ver lieren an Bedeutung und weichen neuen, bislang kaum beachteten Regionen. Prognosen zu erstellen, ist schwierig. Spitzenleute müssen darum vor allem eines können: Entscheidungen zügig treffen und Erfahrungen auf neue Situationen ummünzen.
Nicht überall, wo Executive Search drauf steht, ist Executive Search drin: Laut Simon Bolz, Geschäftsleiter der Wilhelm Kaderselektion in Zürich, beschränkt sich das Feld ausschliesslich auf Top-Kader. Der Markt floriert weltweit, in vielen HR-Abteilungen fehlt aber die Kapazität für besondere Rekrutierungen.
In seinem neuen Buch empfiehlt der Berater Jürgen Nebel seinen Klienten, das sind Top-Manager auf Stellensuche, die HR-Abteilung zu umgehen. Nicht gerade charmant für Personaler. Eine Aussensicht auf das HR.
Durch die Zunahme der Wissensarbeit gewinnt das demokratische Führungsprinzip an Bedeutung. Die bisherigen Führungsstile haben aber keinesfalls ausgedient. Wann diese zum Zug kommen (sollen), zeichnet die neue Trendstudie «Die Zukunft der Führung» nach.
Als Jugendlicher wollte er Pilot werden. Stattdessen hat es Reto Schmid zum bestbezahlten Lernenden der Swiss gebracht. Sprich: zum HR-Leiter. Aus heutiger Sicht hat er damit den Fünfer und das Weggli – er übt einen Beruf mit viel Gestaltungsspielraum aus und kann (fast) jederzeit in die Höhe.